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Unternehmensverkauf


| 21.02.2005 20:44 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers



Sehr geehrte Damen und Herren
ich besitze in Monheim am Rhein 2 alteingesessene Geschäfte,
die ich derzeit gerade auflöse, da ich mich, zumindest für ein
bis zwei Jahre ins Privatleben
zurückziehen möchte. 30 bezw. 35 Jahre alt. Eines Damenoberbekleidung und eines Herrenoberbekleidung sehr bekannter Lieferanten mit Gebietsschutz. Wir haben vor drei Tagen mit dem Räumungsverkauf begonnen, weil ich davon ausging, daß sich die Geschäfte in der derzeitig schlechten Situation nicht leicht verkaufen lassen.
Nun hat sich jemand gemeldet, der die Geschäfte
(Lady`s und Men`s Shop)hier und in der Umgebung sehr bekannter Name aber nicht eingetragen, kaufen möchte.
Wie ich verstanden habe, geht es dem Käufer erstens um den Namen und zweitens um die etwa 600 Stammkunden umfassende Datei.
Der Jahresumsatz beläuft sich auf ca. 400.000 EUR.
Der Warenbestand EK auf ca. 600.000,- Eur.
Ich benötige einen Anhaltspunkt. Was ist so ein Geschäft komplett
wert. Was ist der Firmenname wert? Und was ist so eine Stammkundendatei wert?
Die Immobilie ist angemietet und zumindest einer der Läden müßte jetzt renoviert werden. Kann ich meinen Firmennamen auch dann, wenn ich nicht tätig bin
für ca zwei Jahre schützen lassen, damit ihn hier im Ort niemand verwenden kann?

Für eine rasche Beantwortung wäre ich Ihnen dankbar, da die
Herrschaften für Donnerstag einen Termin mit mir ausgemacht haben
und ich überhaupt keine Ahnung habe, was ich sagen könnte.
Herzliche Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

zur Berechnung des Werts eines Unternehmens gibt es viele verschiedene Methoden. Alle diese Methoden liefern aber nur grobe Richtwerte und sind letztendlich immer im Einzelfall zu betrachten und natürlich auch vom Verhandlungsgeschick abhängig. Einen Überblick über einige der verschiedenen Berechnungsmethoden finden Sie z.B. auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit (https://www.bmwi-softwarepaket.de/unp3/1113/). Relativ einfach kommen Sie zu einem Ergebnis, wenn Sie zunächst den Substanzwert heranziehen, d.h. den Wert der vorhandenen Vermögensgegenstände
(im Wesentlichen Einrichtung/ Warenlager etc.). Zusätzlich ist der Wert der weiteren Faktoren wie der gute Ruf des alteingesessenen Unternehmens, der Kundenstamm, die Lage etc. zu berücksichtigen. Hieraus wird eine Rendite errechnet aufgrund folgender Berechnung:
Jährlicher Reinertrag
- Unternehmergehalt (also den Wert ihrer Arbeitsleistung)
- Kapitalverzinsung (ca. 5 % des Substanzwertes)
- Risikoprämie (nochmal ca. 5 % des Substanzwertes)
Das Ergebnis stellt die Rendite dar, die dann über 3-5 Jahre angesetzt und auf den Substanzwert zugeschlagen wird.

Wie Sie sehen, ist das letztendlich doch alles sehr theoretischer Natur und sehr stark im konkreten Einzelfall zu betrachten. Konkrete Werte können Ihnen hier daher leider nicht genannt werden.

Wenn Sie Ihre Läden verkaufen, gehe ich davon aus, dass der Name mit verkauft und übertragen wird, so dass sich die Frage des Schutzes letztendlich dann wohl nicht stellen wird. Andernfalls bestünde natürlich die Gefahr, dass der Name Ihrer Geschäfte von anderen Konkurrenten verwendet wird. Daher würde ich Ihnen in diesem Fall empfehlen, die Namen Ihrer Shops als Marke
eintragen zu lassen. Denn erst nach fünfjähriger Nichtbenutzung der Marke wird die Eintragung wegen Verfalls gelöscht, so dass Sie hier in der Regel ausreichend Zeit haben dürften, sich eine Rückkehr unter altem Namen zu überlegen.

Anschließend rate ich Ihnen dringend, sich zur Ermittlung des konkreten Wertes auch unter Berücksichtung des Marktes vor Ort mit der Handelskammer in Verbindung zu setzen und nach Möglichkeit den Wert Ihres Unternehmens konkret durch einen Unternehmensberater oder Wirtschaftsprüfer schätzen zu lassen. Wenn Ihnen dies in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich ist, lassen Sie sich ruhig ein Angebot der Kaufinteressenten machen, dass Sie dann durch eine der genannten Personen überprüfen lassen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Arnd-Martin Alpers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.02.2005 | 23:36

Ich werde Ihren Ratschlag meinen Namen als Marke eintragen zu lassen befolgen. Handelsrefister sicherlich.
Gigt es einen Wert, wenn die Herrschaften nur den Namen, bzw. die
Kundendatei kaufen wollen, aber nichts von der Substanz?

Danbke nochmal. Sie haben mir fürs erste sehr geholfen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2005 | 11:22

Eine Marke wird ins Markenregister beim deutschen Marken- und Patentamt eingetragen. Unter www.dpma.de finden Sie hierzu weitere Informationen. Aufgrund der relativ geringen Unterscheidungskraft Ihrer Namen würde ich hier zur Eintragung einer Wort-/Bildmarke (also in Verbindung mit Ihrem Logo bzw. dem Schriftzug des Ladens) raten, damit nicht aus diesem Grund die Eintragung einer Marke versagt wird.
Der Wert der Kundendatei hängt auch wieder von mehreren Faktoren ab, so dass hier keine generelle Aussage getroffen werden kann: Die Frage ist z.B. welche Daten genau gespeichert sind, ob die Kunden tatsächlich auf die Marke fixiert sind oder aufgrund Ihrer Persönlichkeit treue Kunden waren. Konkret ist natürlich auch die Frage, inwieweit der Käufer diese Daten sinnvoll nutzen kann - welchen Wert diese Daten für ihn also haben können bzw. welchen Umsatz/Gewinn er vermutlich aus der Weitergabe dieser Daten ziehen kann. Hinweisen möchte ich Sie allerdings zum Schluss noch auf die Bestimmungen des Datenschutzes. Möglicherweise liegt in dem Weiterverkauf bestimmter Daten ein Verstoß gegen das BDSG, der auf Antrag eines Betroffenen gem. § 43 BDSG auch strafrechtlich verfolgt werden kann. Auch aus diesem Grund rate ich Ihnen, sich vor einem Verkauf vor Ort beraten zu lassen. Trotzdem wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei den Verhandlungen und einen guten Preis!

Mit freundlichen Grüßen
Arnd-Martin Alpers

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