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Unternehmensbewertung in Scheidungsfall

22.06.2015 12:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zur Wertermittlung von Unternehmen im Zugewinnausgleich.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Unternehmer und lebe in Scheidung.

Deshalb spielt der Wert meines Unternehmens eine entscheidende Rolle.

Substanzwertverfahren und Ertragswertverfahren sind wohl die beiden entscheidenden Verfahren, bzw. der daraus entstehende Mittelwert.

Im Internet gibt es einen sehr guten Unternehmenswertrechner (Dr. Bartel´s).

Die Ergebnisse werden aber von der Gegenseite werden aber von der Gegenseite zurückgewiesen mit dem Argument mein Unternehmen sein zu klein.

Es handelt sich in meinem Fall um eine KG Umsatzgröße zw. 1,0 - 0,5 Mio € und Ertrag zwischen 100.000,-- und 50.000,-- Euro.

Jetzt meine Frage gibt es 2 unterschiedliche Substanzwertverfahren bzw. Ertragswertverfahren für große und kleine Unternehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben Recht damit das man entweder nach Sach- oder Substanzwert oder nach Ertragswert im Rahmen von § 1376 BGB ermittelt. Nach der Rechtsprechung des BGH ist der durch Sachverständigen beratene Tatrichter berechtigt die Bewertungsmethode festzulegen. Es muss also letztlich eine Entscheidung im Einzelfall erfolgen, es gibt nicht die eine richtige oder falsche Methode.

Die Rechtsprechung geht davon aus, dass sich die Ertragswertmethode weniger eignet, je stärker der personalistische Einschlag ist, weil die Bewertung nur schwer von der Person des Inhabers zu trennen ist. Das gilt vor allem für kleinere Betriebe, auch kleine GmbH´s. Hier legt man eher den Substanzwert an, eventuell zuzüglich Goodwill (Palandt-Brudermüller, § 1376 BGB, Rn. 9).

Allein die Umsatzzahlen sind hier kein sicherer Anhaltspunkt, man muss in der Tat prüfen, ob man die KG von Ihrer Person losgelöst sehen kann oder nicht.

Es gibt in dem Sinne nicht 2 unterschiedliche Verfahren, sondern quasi eine Mischung bei kleinen Unternehmen. Letztlich kann aber auch in Ihrem Fall ein Gericht später zu der Meinung kommen, das man doch nach dem Ertragswert ermitteln muss, wobei dabei immer eine Fortführung des Unternehmens erforderlich ist. Hier gibt es immer gewisse Unsicherheiten weil man nie genau weiß, wie ein Sachverständiger sich entscheiden wird.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

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