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Untermietvertrag Kündigungsrecht

13.05.2018 23:49 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Hallo, vorab vielen Dank für Ihre Antwort. Zu meiner Situation: Ich befinde mich derzeit für ein Semester im Ausland und habe daher mein möbliertes WG-Zimmer untervermietet. Ich hatte eine Internetanzeige geschaltet aus der hervorging, dass ich das Zimmer nur befristet vermiete. Leider habe ich auf dem Untermietvertrag (Standardvertrag aus dem Internet) nicht nochmal explizit das Befristungsdatum aufgeschrieben sondern nur das Einzugsdatum. Die anderen beiden Hauptmieter aus der WG haben den Untermietvertrag nicht mit unterschrieben. Zu meiner Frage: Ich weiß bereits, dass wenn ich bei einer Untervermietung mit in der Wohnung wohnen würde, sich die Kündigungsfrist auf zwei Wochen zum Monatsende verkürzt und es ansonsten eine reguläre Kündigungsfrist von drei Monaten ist. Verkürzt sich diese "reguläre" Kündigungsfrist auf zwei Wochen wieder wenn ich z.B. in das Zimmer meiner Mitbewohnerin ziehe, weil diese sich in der Zeit nach meiner Rückkehr nicht in der Wohnung befindet und ich als Hauptmieter ja grundsätzlich das Recht habe in allen Zimmern der Wohnung zu wohnen? Bzw. haben die Hauptmieter schon jetzt die Möglichkeit diese zwei Wochen Kündigungsfrist durchzusetzen, wenn sie das Zimmer selber nutzen würden? Sie kommen leider überhaupt nicht mit dem neuen Mitbewohner zurecht und erwägen sogar schon den Auszug.
14.05.2018 | 05:24

Antwort

von


(160)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die gesetzlichen Kündigungsfristen können nicht in dieser Art und Weise umgangen werden. Es wäre zu prüfen, ob ein Sonderkündigungsrecht aus dem Verhalten des Untermieters heraus vorliegt. Jetzt machen Sie keine Angaben. Gerne können Sie dies im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion nachtragen.

Ich hoffe Ihre Frage beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2018 | 19:00

Hallo Herr Krueckemeyer, ich hätte mir schon konkrete Angaben zu meinem Fall gewünscht - z.B. welche Vorraussetzungen vorliegen müssen bzw. wann die kürzere Kündigungsfrist für mich gilt sobald ich zurück in die Wohnung ziehe. Desweiteren verstehe ich immer noch nicht warum die anderen Hauptmieter nicht das Recht haben schon jetzt die kürzere Kündigungsfrist durchzusetzen. Und welche Ereignisse müssen vorliegen damit wir von dem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen können?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2018 | 20:01

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie schrieben in Ihrer Frage, dass Sie über die Kündigungsfristen bereits Bescheid wissen, deshalb habe ich Ausführungen hierzu unterlassen.
Bei der Untervermietung von unmöblierten Wohnraum gelten Kündigungsfristen von 3 Monaten.
Ein möblierter Wohnraum knüpft nicht alleine an die Möbel an sondern auch daran, dass der Hauptmieter mit Inder Wohnung wohnt (Bad und Küche gemeinsam genutzt wird). In ihrem Fall liegt also die Vermietung von unmöbliertem Wohnraum (Kündigungsfrist 3 Monate) vor.
Ihre Mitbewohner (andere Hauptmieter) können nicht kündigen, da diese nicht Teil des Untermietvertrag geworden sind.

Formal ausgedrückt kann es nicht zum Nachteil des Untermieters sein wenn Sie die anderen Hauptmieter bei Vertragsschluss übergehen.

Eine kürzere Kündigungsfrist für Sie kann nur dann gelten wenn Sie aus unvorhergesehenen Gründen zurück ziehen (Abbruch des Auslandssemesters). Ziehen Sie für zwei Wochen zurück um dann von dem kürzeren Kündigungsrecht Gebrauch zu machen, wäre dies eine unzulässige Umgehung der gesetzlichen Vorschriften.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht wenn Ursachen in der Person des Untermieters vorliegen die ein Zusammenleben unzumutbar machen oder die Miete nicht gezahlt wird.
Unzumutbar heißt nicht ein unhöflich sein oder respektloses Verhalten. Hierfür müssten Fälle beispielsweise von Gewaltandrohung gegenüber Ihnen oder gegenüber den anderen Mietern vorliegen. Häufiges Stören der Nachtruhe kann auch ein Sonderkündigungsrecht begründen.

Ich hoffe Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein oder sollten Sie konkrete Nachfragen haben, können Sie mich gerne via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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