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Untermieterin

11.01.2008 15:57 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag!

Meine Tochter bewohnt eine Dreiraumwohnung. Seit Dezember hat sie nun eine Mitbewohnerin. Einen Untermietvertrag hat diese allerdings noch nicht von meiner Tochter erhalten.

Nun stellt sich heraus, dass die besagte Mitbewohnerin ihre Miete nicht pünktlich überweist und noch dazu meine Tochter bestiehlt. Sie vergeht sich an den Lebensmitteln, die meine Tochter bezahlt. Desweiteren empfängt sie mitten in der Nacht Herrenbesuch und meine Tochter kommt nicht zur Ruhe.
Nun meine Frage an Sie, wie wird meine Tochter diese Person los ?
Gibt es da eine rechtliche Grundlage ( sie bewohnt die Wohnung noch keine 3 Monate) und dann dieses Mißtrauen gegenüber der Mitbewohnerin.
Meine Tochter muß morgens zur Uni und die Herren bleiben desöfteren allein in der Wohnung zurück, da die Mitbewohnerin auch zur Arbeit muß.
Meine Tochter hat schon sehr große Ängste, dass ihr einer dieser Herren mal etwas antuen könnte, denn die Spannungen zwischen beiden Frauen sind den Herren bestimmt bekannt.

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.

MfG!

fourpharaos
11.01.2008 | 16:32

Antwort

von


(31)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Ihren Ausführungen kann ich entnehmen, dass zwischen Ihrer Tochter und der Mitbewohnerin eine Vereinbarung getroffen wurde, nach der Ihre Tochter gegenüber der Mitbewohnerin zur Gewährung von Wohnraum, die Mitbewohnerin im Gegenzug zur Zahlung von Untermiete verpflichtet ist. In diesem Falle ist bereits ein wirksamer Untermietvertrag i.S. der §§ 535 ff. BGB geschlossen worden, ohne dass es einer schriftlichen Fixierung bedarf. Ein Untermietvertrag ist wiederum ein "normaler" Mietvertrag, für den keine Besonderheiten gelten (vgl. OLG Düsseldorf ZMR 2003, 102, 103).

DIES BEDEUTET IN IHREM FALL, dass Ihre Tochter die Mitbewohnerin - ein unbefristetes Mietverhältnis vorausgesetzt - nur durch eine außerordentliche, fristlose Kündigung aus wichtigem Grund (vgl. §§ 543, 569 BGB) oder eine ordentliche Kündigung mit 3-Monats-Frist (vgl. §§ 573, 573c BGB) "los wird". Hinsichtlich der unpünktlichen Mietzahlung kommt lediglich eine ordentliche Kündigung in Betracht, da § 543 BGB voraussetzt, dass die Untermieterin mit 2 Monatsmieten im Rückstand ist (vgl. § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB). Anders verhält sich dies mit dem Diebstahl und der Störung des Hausfriedens, solange diese sich trotz - bestenfalls schriftlicher - Abmahnung fortsetzt. Nach m.A. kann Ihrer Tochter in diesem Falle eine Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht mehr zugemutet werden (vgl. § 569 Abs. 2 BGB). Insoweit ist demnach ein außerordentlicher Kündigungsgrund gegeben.

FAZIT: Ich empfehle Ihnen das Mietverhältnis schriftlich außerordentlich zu kündigen, hilfsweise die ordentliche Kündigung "zum nächstmöglichen Kündigungstermin" zu erklären. Weiterhin hat Ihre Tochter das Recht, den genannten "Herren" den Aufenthalt in der Wohnung während der Abwesenheit beider Mieter zu untersagen. Sollten diese handgreiflich werden oder im Vorfeld bedrohen, ist dieses unverzüglich der nächsten Polizeidienststelle zu melden.

Ich hoffe, Ihnen mit den vorangegangenen Ausführungen vorab weitergeholfen zu haben. Gerne stehe ich Ihnen auch für die Übernahme der Korrespondenz gegenüber der Mitbewohnerin gegen einen Pauschalpreis zur Verfügung. Für Rückfragen verwenden Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Iven
Rechtsanwalt


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