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Untermieter verweigert Auszug trotz Kündigung

28.01.2016 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung: Will man sich den finanziellen Aufwand und die Zeitverzögerung durch eine Räumungsklage ersparen, hilft es oft, den auszugunwilligen Mieter eine finanzielle Zuwendung zu versprechen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 4 Jahren zog meine damalige Partnerin bei mir ein. Damit sie Harz4 beantragen konnte stellte ich ihr einen 08/15 Untermietvertrag aus. Dieser enthält keine Zusatzklauseln und benannte lediglich die Höhe der Miete wie auch eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Aufgrund der Trennung habe ich ihr den Untermietvertrag am 02.12.2015 schriftlich gekündigt. Meine Mutter war als Zeuge Anwesend und hat die Kündigung in mehrfacher Ausführung unterschrieben. Aufgrund ihrer finanziellen Lage befürchte ich dass sie die Kündigungsfrist nicht einhalten wird. Da ich vermutlich in den nächsten Wochen eine neue Partnerin haben werde, welche nicht bei mir einzieht, ist es für mich wichtig zu wissen was ich tun kann. Gibt es eine schnellere Möglichkeit außer einer Klage? Kann ich sie eventuell von der Polizei aus meiner Wohnung entfernen lassen?

Ich danke vorab für die Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich gehe davon aus, dass Ihre Kündigung wirksam ist.
Mit wirksamer Kündigung haben Sie nach Ende der Kündigungsfrist von drei Monaten, bei Ihnen also zum 29. Februar 2016, einen Räumungsanspruch gegen die Untermieterin.

Sollte die Untermieterin zu dem besprochenen Termin nicht ausgezogen sein, können Sie den Räumungsanspruch geltend machen, d.h. Sie müssen eine Räumungsklage bei dem zuständigen Gericht erheben. Sobald Ihnen ein Urteil vorliegt, können Sie einen Gerichtsvollzieher beauftragen, der den Räumungsanspruch für Sie durchsetzt, d.h. die Räumung für Sie durchführt.

Andere Personen, auch Polizisten, sind nicht berechtigt, die Räumung durchzuführen. Voraussetzung ist immer, dass Ihnen ein vollstreckbarer und der Untermieterin zugestellter Titel (Räumungsurteil) vorliegt. Die Räumung ist teuer (ca. EUR 2000,--), Sie müssen in Vorleistung treten und angesichts der finanzielle Lage der Untermieterin auch damit rechnen, dass Sie auf den Kosten sitzen bleiben.

Einzige Alternative ist in Ihrem Fall, der Untermieterin eine finanzielle Hilfe anzubieten, etwa für den (rechtzeitigen) Umzug, oder Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung, o.ä. Das lohnt sich für Sie in jedem Fall, da der Auszug damit beschleunigt werden kann und Sie die erheblichen Kosten für die Räumungsklage und –vollstreckung vermeiden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.
Abschließend darf ich Sie noch auf die Bewertungsfunktion hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 28.01.2016 | 12:53

Ich danke Ihnen für die schnelle Rückmeldung.

Sollte ich aus der Wohnung ausziehen und das Mietverhältnis ganz regulär kündigen, müsste ich mich um meine EX Partnerin kümmern oder ist sie dann das "Problem" der Hausverwaltung?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28.01.2016 | 14:10

Sie müssen sich in diesem Fall nicht um Ihre frühere Partnerin kümmern. Die Räumung der Wohnung ist dann die Angelegenheit der Hausverwaltung/des Vermieters.

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