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Untermieter Haftung für Mieter?

| 18.02.2020 15:06 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


Unsere Tochter bewohnte als Untermieter eine WG.Dem Hauptmieter wurde wg verschiedener Sachen zum 31.01.20 gekündigt .Meine Tochter ist pünktlich ausgezogen. Der Hauptmieter hat den Termin überzogen und die Wohnung nicht komplett geräumt.Wir bekamen dann Post vom Anwalt das die Räumung und eine komplette Miete für Februar bezahlt werden müsste.
Der Hauptmieter verweigert anscheinend jede Zusammenarbeit mit der Vermieterin. Auch meine Tochter kann ihn nicht dazu bewegen das ganze vernünftig zu beenden.
Wir haben der Vermieterin zugesagt das wir uns mit ihr treffen und eine Einigung finden...evtl zahlen für die Räumung um das ganze zu beenden.Aber können oder müssen wir das überhaupt als Untermieter?Wir haben ja keinen direkten Vertrag mit ihr.
Wir wollen nur weitere Post vom Anwalt vermeiden und die Sache abhaken.
Wir haben für unsere Tochter gebürgt,weshalb wir direkt involviert sind.
Eine Kaution wurde an den Hauptmieter gezahlt allerdings hat er diese nicht an die Vermieterin weitergeleitet lediglich auf ein Sparbuch eingezahlt.
Wie sollen wir uns verhalten?

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:

Wenn der Mieter sich derart unkooperativ verhält ist der Wunsch des Vermieters natürlich verständlich sich an einen Dritten – in diesem Fall ihre Tochter - zu wenden.

Allerdings empfehle ich Ihnen dringend diese Aufforderung abzuweisen.

Ausgangspunkt ist folgende Rechtslage: Zwischen ihrer Tochter als Untermieterin und dem Vermieter besteht keinerlei vertragliche Beziehung.

Daher bestehen – auch nach der Rechtsprechung des BGH – im Regelfall keine vertraglichen Ansprüche des Vermieters gegen den Untermieter.

Dies ist auch ausdrücklich festgestellt worden für den Fall der ausstehenden Mietzahlung, oder der Nutzungsentschädigung, etwa wenn der Hauptmieter nicht auszieht.

Eigene Ansprüche des Vermieters z.B. auf Räumung können sich nur ergeben, wenn der Untermieter entgegen einer bekannten Kündigung nicht freiwillig auszieht, was bei ihrer Tochter nicht der Fall ist.

Ich empfehle Ihnen daher den Vermieter schriftlich darauf hinzuweisen, daß ihre Tochter aus der Wohnung bereits ausgezogen ist und insoweit keine weiteren Verpflichtungen aus dem Untermietverhältnis bestehen.

Insbesondere sollten Sie bzw. ihre Tochter – weder mündlich noch schriftlich – keinerlei Verpflichtungen in Bezug auf das Hauptmietverhältnis zwischen Vermieter und Mieter übernehmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.02.2020 | 06:27

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