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Untermiete: Kündigung

25.08.2008 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Problem:

Am 01.05.08 habe ich mein leer stehendes Zimmer an eine 18-jährige Person untervermietet, ohne einen Untermietvertrag mit ihr zu machen.
Die abgemachte Miete kam daraufhin sehr unregelmäßig und Ende Juni teilte sie mir auch mit, dass sie sowieso wieder ausziehen würde, da sie nie in der Whg. übernachtet hat. Sie hat sie lediglich ab und zu mal tagsüber für 1-2 Std. genutzt.
Das habe ich auch verstanden und als sie sagte, dass sie bis zum 31.08. gern ausziehen würde, habe ich bei www.wg-gesucht.de auch gleich inseriert, um eine neue Mitbewohnerin zu finden.
Nun habe ich eine neue gefunden und sie hat vor ein paar Tagen auch schon viele Sachen im Flur untergebracht, weil wir davon ausgingen, dass das Zimmer ja bald geräumt würde.
Meine derzeitige Mitbewohnerin teilte mir aber gestern mit, dass sie erst zum 30.09. ausziehen möchte, was ich nicht akzeptieren kann, weil sie es definitiv vor hatte.
Sie hat jetzt auch das Zimmer abgeschlossen.
Eine Kaution in Höhe von 690 Euro hat sie mir bis heute nicht gezahlt.
Meine Frage ist nun, habe ich das Recht ihre abgeschlossene Zimmertür zu öffnen und sie mit ihren Sachen vor die Tür zu setzen?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Auch bei einer Untermiete bzw. einem nur mündlichen Mietvertrag sind die mietrechtlichen Vorschriften zu beachten. Da nach Ihrer Schilderung ein Mietvertrag geschlossen worden war, ist dieser gemäß den gesetzlichen Regelungen zu kündigen. Problematisch ist in Ihrem Fall, dass nun auch die Kündigung nicht schriftlich vereinbart wurde.

Ich rate Ihnen daher dringend, sich mit Ihrer Untermieterin kurzfristig an einen Tisch zu setzen und den weiteren Verlauf schriftlich zu regeln.

Ihre Frage bezog sich allerdings ausdrücklich darauf, ob Sie die Türe gegen den Willen der Untermieterin öffnen dürfen und sie mit ihren Sachen vor die Türe setzen dürfen.

Dies dürfen Sie ausdrücklich nicht! Sowohl der unbefugte Zutritt zu dem untervermieteten Zimmer, als auch dessen Räumung ist dem gerichtlichen Räumungsverfahren vorbehalten. Ein eigenmächtiges Handeln des Vermieters hat sowohl unter strafrechtlichen Gesichtspunkten, als auch unter miet- und schadensersatzrechtlichen Gesichtspunkten, nicht zu erfolgen. Dabei würde es sich um Hausfriedensbruch und verbotene Eigenmacht handeln.

Sollte die Untermieterin nach ordnungsgemäßer (und nachweisbarer (!)) Kündigung nicht ausziehen, bedeutet dies, dass Sie gerichtlich die Räumung durchzusetzen hätten.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -


www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net
Tel.: 06131 / 333 16 70
mail@ra-freisler.de




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