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Unterliegt - nach Schenkung - Auszahlung an Bruder der Steuerpflicht?

| 30.09.2009 21:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Meine Eltern (beide leben noch) haben mir im Zuge einer Grundstückteilung einen Teil ihres Grundstückes überschrieben. Diese Schenkung ist vollzogen, seit knapp 7 Jahren. Wert des Gründstückes ca. Euro 140.000,-.

Mein Bruder erhält nun den anderen (größeren) Teil des Grundstückes inkl. darauf befindlichem Haus überschrieben.

Es wurde vor 7 Jahren notariell festgehalten, dass mein Bruder mir einen Ausgleich zahlt, wenn er später das Haus samt Grundstück überschrieben bekommt.

Der Ausgleich beträgt Euro 50.000,-. Muss ich dafür Steuern zahlen?
Wenn nein, bitte trotzdem um kurze Begründung.
Wenn ja, wieviel? Und wie kann ich die Steuerlast evtl. mindern? (Teilbeträge auf meine beiden Kinder?)

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich gerne im Rahmen einer ersten Einschätzung beantworte:

Die Zahlung ist NICHT steuerpflichtig.

Die Zahlung Ihres Bruders ist nicht als seine Zuwendung an Sie, sondern als Schenkung Ihrer Eltern zu betrachten:

"Die Zuwendung von Vermögensgegenständen gegen Zahlung von Abstandsgeldern oder Gleichstellungsgeldern wird schenkungsteuerlich als gemischte Schenkung qualifiziert. Die Abstands- bzw. Gleichstellungsgelder werden also im Verhältnis zwischen dem Übergeber und dem Übernehmer (sog. Deckungsverhältnis) als Gegenleistung des Übernehmers qualifiziert, die angesichts des i.d.R. höheren Werts des übertragenen Vermögensgegenstandes eine gemischte Schenkung begründet.

Die Gleichstellungsgelder selbst sind nicht als freigebige Zuwendungen des Übernehmers an seine weichenden Geschwister, sondern des Übergebers an seine übrigen Kinder anzusehen. Dies ist i.d.R. auch schenkungsteuerlich günstiger. Die weichenden Kinder haben die erhaltenen Beträge als Forderungsschenkung von ihrem Elternteil zu versteuern."

Scherer/Feick in Bonefeld (u.a.): Der Fachanwalt für Erbrecht, Rz 139f zu Kap. 23 Vorweggenommene Erbfolge

Wenn aber diese Zahlung als Schenkung an Sie zu betrachten ist, so ist sie mit allen Schenkungen im zurückliegenden Zehn-Jahres-Zeitraum zusammenzurechen. Dabei wird sich ergeben, dass der seit 2009 für Kinder bestehende Freibetrag von 400.000 € nicht erreicht worden ist.

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39820/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/E/005__Erbschaftsteuer-Schenkungsteuer.html

Es sind also keine besonderen Konstruktionen erforderlich, um die Zuwendung steuerfrei in Empfang zu nehmen - das Erforderliche wurde schon durch die seinerzeitige Festschreibung der Ausgleichspflicht getan.

Bitte beachten Sie, dass Schenkungen meldepflichtig sind.

Ich hoffe, dass meine Auskünfte Ihnen geholfen haben und eine erste Orientierung in der Sache ermöglichen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies auf der Grundlage der von Ihnen gegeben Informationen beruht. Abweichungen, die Ihnen geringfügig erscheinen mögen, können schon zu erheblich unterschiedlichen Bewertungen in der Angelegenheit führen.

Sehr gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Abschließend darf ich Sie auf die Möglichkeit der (kostenlosen) Nachfrage hinweisen.

Ich wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und verbleibe

Bewertung des Fragestellers 01.10.2009 | 09:31

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