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Unterlassene Hilfeleistung wenn die Mutter krank wird

| 24.02.2021 10:25 |
Preis: 30,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Meine Mutter, über 80 Jahre, wurde plötzlich krank. Es zeigte sich ein schwerer Krankheitsverlauf mit mehreren Krankenhausaufenthalten, Reha und schließlich Pflegeheim. Der Gesundheitszustand verschlechterte sich in einer Zeit von 3 Monaten stetig bis sie schließlich verstarb.

Frage:
Es gibt 3 erwachsene Kinder zwischen 58 und 52 Jahren.
1 Kind lebt vor Ort, 2 Kinder cira 300 und 600 km entfernt.
2 Kinder haben in diesen 3 Monaten alles Organisatorische, Pflege zwischen Krankenhaus und Reha, Artzbesuche etc. übernommen und geleistet.
1 entferntes Kind davon konnte dies tun, da es Dank Corona, 100% Homeoffice-Tätigkeit vom Wohnort der Mutter aus leisten konnte.
1 Kind hat nicht geholfen. Z.B. mit der Begründung das Homeoffice aus technischen Gründen nur vom eigenen Wohnort möglich sein. In dieser Zeit wurde wohl auch mindestens eine Woche Urlaub genommen. Es erfolgte kein Besuch, wenig Nachfragen etc.

Liegt für das eine Kind, das nicht geholfen hat, unterlassene Hilfeleistung vor? Oder trifft etwas anders zu?
Sprich können die 2 Kinder gegen das 1 Kind Anzeige erstatten bzw Schadenersatz im Sinne eines Ausgleichs der entstandenen Kosten fordern?
24.02.2021 | 10:59

Antwort

von


(1248)
Groner-Tor-Straße 11
37073 Göttingen
Tel: 0551-20049886
Web: http://rechtsanwalt-geike.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Zunächst mein herzliches Beileid zum Verlust Ihrer Mutter.

Unabhängig von der moralischen Verwerflichkeit sehe ich rechtlich leider keine erfolgsversprechenden Möglichkeiten, gegen Kind 3 vorzugehen.

Eine Strafbarkeit liegt zunächst nicht vor, auch der Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung ist nicht erfüllt.

Dieser erfordert einen Unglücksfall im Sinne der Norm.

Gemäß Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Unglücksfall ein plötzliches eintretendes Ereignis, das eine unmittelbare Gefahr eines erheblichen Schadens für Menschen oder Sachen von bedeutendem Wert hervorruft oder hervorzurufen droht (BGH, Beschluss v. 10.03.1954, GSSt 4/53).

Krankheiten können nur in absoluten Ausnahmefällen einen solchen Unglücksfall im strafrechtlichen Sinne darstellen, als Beispiel wurde hier einmal ein Herzanfall während eines Busfahrt genannt.

Insofern liegt ein strafbares Handeln nicht vor.

Auch zivilrechtlich sehe ich keine Ansatzpunkte Kind3 erfolgreich in Regress zu nehmen, da eine Pflicht zur Pflege grundsätzlich nicht besteht. Zwar könnte man argumentieren, dass Aufwendungen auch für Kind 3 übernommen wurden, dies würde vor Gericht jedoch mit Blick auf die fehlende Rechtspflicht keinen Erfolg haben.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

J. Geike
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 24.02.2021 | 11:05

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.02.2021
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Sehr verständlich.
Alles in allem "wie man es erwartet".
Vielen Dank.


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