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Unterhaltszahlungen für Sohn ab 18 Jahre


| 15.06.2007 09:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Kurz zum Familienstand: Bin seit 01.2005 geschieden, zwei Kinder jetzt 9 und 17 Jahre alt, die bei der Mutter wohnen, mein mtl. Verdienst ca. 1550,00. Ex-Frau bereits wieder verheiratet und mit Ehepartner eigenes Kind. Sie ist somit ohne eigenes Einkommen, da sie wegen dem 1/2 Jahr alten Kind aus neuer Beziehung nicht arbeiten kann.
Mein Sohn wird am 26.09.07 18 Jahre alt und beginnt am 01.09.07 eine Lehre, mtl. Verdienst ca. 480 EUR brutto. Welche Unterhaltsleitungen errechnen sich für mich ab seinem vollendeten 18. Lebensjahr?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

da der Sohn noch bei der Mutter wohnt, werden Sie voraussichtlich keinen Unterhalt mehr zahlen müssen.

Der Bedarf des Sohnes richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Da Ihre Ex-Frau, die zwar grundsätzlich neben Ihnen zum Unterhalt verpflichtet wäre, zur Zeit über kein Einkommen verfügt, ist der Bedarf allein nach Ihrem Einkommen zu ermitteln.

Dieser beträgt derzeit 382,00 EUR nach der Einkommenstufe 3.

Auf diesen Bedarf ist aber bei einem Volljährigen das volle Kindergeld und seine eigene Ausbildungsvergütung abzüglich 90,00 EUR ausbildungsbdingten Mehrbedarfes anzurechnen.

Unter Berücksichtigung der Zahlung von Kirchensteuer und eines Krankenkassenbeitrages in Höhe von 14% errechnet sich ein Nettoeinkommen in Höhe von 380,00 EUR. Abzüglich der 90,00 EUR Mehrbedarf wären noch weitere 290,00 EUR auf den Bedarf anzurechenen.

Zuzüglich Kindergeld verfügt Ihr Sohn daher über 444,00 EUR und kann demgemäß seinen Bedarf allein decken.

Dieses gilt auch, wenn eine Höherstufung in der Düsseldorfer vorgenommen wird, weil Sie nur noch einem weiteren Kind zum Unterhalt verpflichtet sind.

Ich muss Sie aber darauf aufmerksam machen, dass die genaue Berechnung nur an Hand der genauen Nettobezüge Ihres Sohnes erfolgen kann.

Weiter ist dieses nur eine vorläufige Berechnung, da ab 01.07.2007 mit einer Änderung der Düsseldorfer Tabelle zu rechnen ist. Da jedoch die Regelbeträge bereits bekannt gegeben worden sind und diese etwas geringer sind, als zur Zeit, ist eher nicht mit einer wesentlichen Erhöhung der Bedarfssätze in der Düsseldorfer Tabelle zu rechnen.

Besteht über die derzeitigen Unterhaltszahlungen an den Sohn ein Titel ( Urteil, gerichtlicher Vergleich, Anerkenntniss ) müssen Sie diesen Titel auf jeden Fall gerichtlich abändern lassen. Er besteht, wenn dort nicht eine gesonderte Formulierung enthalten ist, über die Volljährigkeit hinaus.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2007 | 13:03

Sachverhalt aus Urkunde über die Verpflichtung zur Unterhaltszahlung:
Ich verpflichte mich an das og Kind ( 18 j Sohn ) vom 01.12.2003 an einen monatlichen Unterhalt in Höhe von 100% des Regelsbetrages der jeweiligen Altersstufe gemäß § 1 Regelbetragsverordnung abzüglich der Hälfte des auf ein 1. Kind entfallenden Kindergeldes BIS ZUR VOLLENDUNG DES 18. LEBENSJAHRES ZU ZAHLEN ( § 1612 a BGB ). Nicht anrechenbar ist gem. § 1612 b Abs. 5 BGB der hälftige Kindergeldanteil in der Höhe, in der geschuldete Unterhalt 135% des jeweiligen Regelbetrages der jeweiligen Altersstufe unterschreitet.

Habe ich bezüglich dieser Urkunde meines Kreisjugendamtes etwas über das 18. Lebensjahr meines Sohnes hinaus etwas zu unternehmen/bezahlen oder bleiben die Angaben der Frau RA so bestehen. Wie errechnet sich der Unterhalt für mein 2. Kind ( 9 Jahre ) aus diesem Zusammenhang heraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2007 | 13:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Schilderung besteht der Titel nur bis zum Eintritt der Volljährigkeit. Einer Abänderung bedarf es insoweit nicht. Sie könnten das Original des Titels vom Kreisjugendamt nach Eintritt der Volljährigkeit herausverlangen.

Den zweiten Teil Ihrer Nachfrage kann ich Ihnen nicht beantworten. Die Frage nach dem Unterhaltsanspruch des zweiten Sohnes ist eine neue Frage und keine Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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