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Unterhaltszahlungen bei mietkostenfreiem Wohnen des Unterhaltspflichtigen

| 20.01.2020 21:43 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zu Unterhaltszahlungen: ich habe mich Ende Oktober von meinem Mann getrennt. Seitdem wohnt er in der momentan leerstehenden Wohnung der Mutter (diese ist seit Monaten im Krankenhaus/auf REHA) und hat diesbezüglich keinerlei Ausgaben wie Strom oder Miete.
Wir haben drei gemeinsame Kinder: geb. September 2006, Oktober 2011 und Juli 2016.
Nun würde ich gerne wissen, wieviel Unterhalt ich aktuell einfordern kann. Speziell bezüglich der Situation, dass meinem Mann ja keinerlei Mietkosten entstehen? Stichwort Selbstbehalt versus "Mietkostenlosigkeit"?
Mit freundlichen Grüßen
E.H.

Sehr geehrte Ratsuchende,

sofern der unterhaltspflichtige Kindesvater keine Unterkunftskosten hat, wird das als Wohnvorteil bei der Unterhaltsberechnung herangezogen.

Sofern es keine wirksamen Unterhaltsvereinbarungen gibt, ist die Düsseldorfer Tabelle heranzuziehen.

Danach beträgt der Selbstbehalt des Unterhaltpflichtigen nach der Tabelle 2020 dann 1.160 €.

In dem Selbstbehalt sind aber 430 € für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung, also Warmmiete enthalten.

Hat der Unterhaltspflichtige diese Kosten aber nach Ihrer Schilderung nicht, muss das korrigiert werden.

Das bedeutet, dass der Selbstbehalt dann reduziert wird, eventuell eben nach Billigkeitsgründen um die kompletten 430 €. Aber das ist eine Einzelfallentscheidung nach den konkreten Gesamtumständen.

Welche Beträge dann zu zahlen sind, lässt sich dann anhand der Düsseldorfer Tabelle feststellen, wobei die Mindestbeträge hier nach Ihrer Schilderung vermutlich zu zahlen sind.

Je nach Einkommen kann sich das natürlich auch steigern.

Aber dazu braucht man eben alle aussagekräftigen Zahlen; das Kindesalter bestimmt "nur" die Altersstufe.

Verbunden mit dem bisher völlig unbekannten anrechenbaren Nettoeinkommen würde sich dann der jeweilige genauen Zahlbetrag feststellen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2020 | 22:49

Sehr geehrte Frau True-Bohle, vielen Dank für Ihre Antwort-
tatsächlich hatte ich leider vergessen, das Nettoeinkommen des Kindsvaters zu nennen: 2160€.
Mit freundlichen Grüßen,
E.H.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2020 | 06:34

Sehr geehrte Ratsuchende,

danke für die Mitteilung.

Es ergeben sich nun folgende Unterhaltsbeträge für die Kinder:

K1 September 2006 : 395,00 €
K2 Oktober 2011 : 322,00 €
K3 Juli 2016 : 264,00 €

Der Gesamtbetrag beträgt daher 981,00 €.

Die Berechnung basiert darauf, dass hier die Einstufung in die erste Einkommensstufe zu erfolgen hat, da es drei Unterhaltsberechtigte gibt; die Düsseldorfertabelle aber nur von zwei Unterhaltsberechtigten ausgeht. Bei einer höheren Zahl von Berechtigten ist dann eine Herabstufung in die nächste Einkommenstufe vorzunehmen.

Nach dem Einkommen wäre zwar die Einkommensstufe 2 gegeben (1.901 -2.300). Da aber drei Unterhaltsverpflichtete vorhanden sind, wird die Herabstufung in die Einkommensstufe 1 vorgenommen.

Unter Anrechung des hälftigen Kindergeldes ergeben sich dann die genannten Beträge.

Da hier die Besonderheit des mietfreien Wohnens gegeben ist, ist der Vater auch leistungsfähig, da eben keine Unterkunftskosten für diesen anfallen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 21.01.2020 | 08:49

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