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Unterhaltszahlungen an ein volljähriges Kind

26.02.2013 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Jana Mühlsteff


Mein Sohn ist volljährig und lebt/ wohnt bei seiner Mutter. Er studiert an seinem Wohnort, ist also noch in der Ausbildung. Bisher überweise ich alle Unterhaltszahlungen an meine Ex-Frau. Ich möchte zukünftig alle Unterhaltszahlungen direkt an meinen Sohn überweisen, hierfür möchte ich ein Konto auf meinen Namen einrichten, auf welches er Zugriff hat. Die Frage der Höhe der Unterhaltszahlungen (Kindergeld etc.) hat momentan keine Relevanz. Meine Fragen:

1) Ist die direkte Überweisung der Unterhaltszahlungen an meinen Sohn möglich, auch wenn er noch bei seiner Mutter wohnt und noch in der Ausbildung ist?

2) Gibt es hierfür Ausnahmen, z.B. schwere Erkrankungen des Kindes, Urlaubssemester etc., d.h. hat die Mutter die Möglichkeit oder gibt es Gründe eine solche Entscheidung anzufechten?

3) Was ist noch zu beachten?

Vielen Dank für eine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1) Ist die direkte Überweisung der Unterhaltszahlungen an meinen Sohn möglich, auch wenn er noch bei seiner Mutter wohnt und noch in der Ausbildung ist ?

Da Ihr Sohn volljährig ist, unterliegt er nicht mehr der elterlichen Sorge. Er wird also nicht mehr von den zur Zeit der Minderjährigkeit sorgeberechtigten Eltern vertreten, sondern kann seine rechtlichen Angelegenheiten selbst besorgen. Er ist daher auch befugt, Unterhaltszahlungen selbst entgegenzunehmen. Aus diesem Grunde spricht nichts dagegen, den Unterhalt direkt an Ihren Sohn zu überweisen.
Er kann hierfür ein eigenes Konto einrichten; ebenso besteht die von Ihnen angedachte Möglichkeit, ihm Zugriff auf ein auf Ihren Namen laufendes Konto zu gewähren.
Dass sich Ihr Sohn noch in der Ausbildung befindet und bei seiner Mutter wohnt, ändert an diesem Ergebnis nichts.

2) Gibt es hierfür Ausnahmen, z.B. schwere Erkrankungen des Kindes, Urlaubssemester etc., d.h. hat die Mutter die Möglichkeit oder gibt es Gründe eine solche Entscheidung anzufechten ?

Die Mutter hat in Ihrem Fall keine rechtliche Möglichkeit, diese Form der Unterhaltsgewährung an Ihren Sohn zu verhindern.

3) Was ist noch zu beachten?

Aufgrund der Volljährigkeit Ihres Sohnes sind beide Eltern barunterhaltspflichtig, sofern sie über ein hinreichend hohes Einkommen verfügen.

Für eine Nachfrage stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2013 | 15:29

Sehr geehrte Frau Dr. Mühlsteff,

vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Zu Antwort 3:
Was bedeutet "barunterhaltspflichtig" und ist dies im Zusammenhang mit den Fragen 1 und 2 von Relevanz oder stellt dies nur einen Hinweis auf die Berechnng des Unterhalts dar?

Vielen Dank,

Husko

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2013 | 15:44

Sehr geehrter Fragesteller,

"Barunterhaltspflicht" umschreibt die Verpflichtung, an den Unterhaltsberechtigten Geldleistungen zu erbringen. Während der Zeit der Minderjährigkeit trifft diese Pflicht nur den Elternteil, welcher nicht mit dem Kind in einem Haushalt zusammen lebt. Ab Volljährigkeit gilt dies nicht mehr, sondern es müssen sich beide Elternteile entsprechend ihrer Einkommensverhältnisse an den Unterhaltszahlungen an das Kind beteiligen.

Es handelt sich hier um einen ergänzenden Hinweis, der auf die Beantwortung der ersten beiden Fragen keinen direkten Einfluss hat. Ich wollte dies nicht unerwähnt lassen, da auch hier ein Zusammenhang mit der eingetretenen Volljährigkeit des Kindes besteht.

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