Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltszahlung/Berechnung

| 06.01.2008 19:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo...

Mein Mann hat ein Nettoeinkommen von 1950€ mit der Steuerklasse 3
und ich ein Nettoeinkommen von 700€ mit Steuerklasse 5.Mein mann zahlt an seine 13Jahre alte Tochter aus erster Ehe 291€ Unterhalt.Wir haben zwei gemeinsame Kinder (3 und 9 Jahre alt).Der 9 jährige Sohn war aus meiner ersten Ehe,ist aber ab Dez.07 von meinem jetzigen Mann adoptiert worden.Im Oktober 08 kommt unser gemeinsames drittes Kind zur Welt.Somit hat mein Mann 4 Kinder und ab Oktober wird mein Lohn auch wegfallen.Was ich wissen möchte ist wie das Geld dann aufgeteillt wird bzw. wieviel muß er noch an seine Tochter bezahlen und werde ich mit berücksichtigt.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Sie werden damit rechnen müssen, dass Ihr Mann weiterhin Unterhalt in der bisherigen Höhe für seine Tochter aus erster Ehe zahlen muss. Zwar wird sich durch die Geburt Ihres dritten Kindes die Zahl der Unterhaltsberechtigten verändern. Jedoch ist es aufgrund der Unterhaltsrechtsreform so, dass Sie in unterhaltsrechtlicher Hinsicht nun nachrangig gegenüber den Kindern Ihres Mannes sind. Hieran ist leider nichts zu ändern, zumal Ihr Mann für seine Tochter aus erster Ehe Unterhalt in einer Höhe, die lediglich 3,00 EUR über dem neuen Mindestunterhaltsbetrag liegt, zahlt.

Konkret stellt sich die Berechnung so dar: Für seine Tochter aus erster Ehe hat Ihr Mann nach der neuen Düsseldorfer Tabelle abzüglich anteiligen Kindergeldes mindestens 288,00 EUR monatlich zu zahlen. Für Ihre beiden gemeinsamen Kinder betragen die Unterhaltsbeträge 202,00 EUR bzw. 245,00 EUR, ebenfalls jeweils abzüglich des anteiligen Kindergeldes. Für Ihr drittes Kind wird der Unterhalt, abzüglich anteiligen Kindergeldes, 202,00 EUR betragen. Dies macht einen Gesamtbetrag von 937,00 EUR. Da das Einkommen Ihres Mannes mit 1.950,00 EUR um 1.050,00 EUR über dem ihm zustehenden Selbstbehalt von 900,00 EUR liegt, reicht sein Einkommen aus, um zur Zahlung von Unterhalt für seine erste Tochter in Höhe von jedenfalls 288,00 EUR monatlich verpflichtet zu sein. Die geringfügige Mehrzahlung in Höhe von 3,00 EUR werden Sie nicht sinnvoll beseitigen können.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen keine bessere Auskunft geben kann. Durch die Reform des Unterhaltsrechts haben Sie als Ehefrau eine ungünstigere Stellung bekommen als bislang. Dies ist bitter, jedoch leider nicht zu ändern.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 06.01.2008 | 23:48

erstmal vielen dank für ihre Antwort,was ich aber nicht verstehe ist das mein Mann durch mich die Steuerklasse 3 hat und dadurch 1950€ verdient.Währen wir nicht verheiratet würde sein Lohn um die 1650€ liegen,er ist doch mit mir verheiratet und nicht mit den kinder.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.01.2008 | 09:00

Der Unterhaltsanspruch der ältesten Tochter Ihres Mannes ist abhängig von der Lebensstellung Ihres Mannes. Wenn Ihr Mann ein Nettoeinkommen von 1.950,00 EUR hat, bestimmt sich danach der Unterhaltsanspruch der Tochter. Dass er ein solches Einkommen aufgrund der Heirat mit Ihnen erzielt, ist irrelevant.

Die Rechtsprechung geht bei Unterhaltspflichtigen wie Ihrem Mann, also einem verheirateten Unterhaltspflichtigen mit eigenem Einkommen, der Unterhalt in Höhe von weniger als 135 Prozent des Regelbetrags zahlt, übrigens stets von Steuerklasse 3 aus. Würde Ihr Mann beispielsweise in Steuerklasse 5 wechseln (und Sie nähmen die Steuerklasse 3), wäre dies nach der Rechtsprechung nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"wer ist denn schon mit so eine antwort zufrieden aber dafür können sie ja nichts,danke ich hab jetzt klarheit was mich erwartet.(hat mir sehr geholfen) "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69708 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und umfangreiche Antwort. Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnelle Antwort, vielen Dank ! ...
FRAGESTELLER
3,6/5,0
Auf meine Nachfrage hin wurde meine Frage sehr kurz aber vollständig beantwortet. Einige wenige weitergehende Informationen hätte ich mir gewünscht. ...
FRAGESTELLER