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Unterhaltszahlung volljährig

25.10.2017 18:55 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


13:00
Meine Tochter ist 21 Jahre alt.
Sie hat die Realschule ohne Abschluss nach der 9: klasse verlassen, danach hat Sie in meinem Betrieb eine Ausbildung begonnen aber nach ca. 1 1/2 Jahren abgebrochen, 3 weitere Anläufe hat Sie bezgl. Schulabschluss unternommen aber erneut abgebrochen.
Aktuell versucht Sie die mittlere Reife (ca. 16 Wochenstunden) bei der VHS nachzuholen, sie hat eine eigene Wohnung .
Sie erhält Kindergeld in Höhe von 223,. Euro monatlich, und hat eine Tätigkeit bei der sie ca. 400,- netto verdient, ich zahle Ihr zusätzlich 350,- Euro monatlich freiwillig dazu, von der Mutter bekommt sie nichts.
Dies ist Ihr zu wenig und Sie droht mir mit einer Unterhaltsklage.
Ich habe Ihr vorgeschlagen den Anspruch juristisch prüfen zu lassen
Meine Frage
1. Steht Ihr überhaupt Unterhalt zu ?
2. Die Mutter ist erneut verheiratet, ihr Einkommen it unter dem 1000,- Euro, der Partner ist vermögend.
Muss die Mutter sich an Unterhaltsleistungen erbringen?
3. Wie wird Unterhalt berechnet.



25.10.2017 | 20:01

Antwort

von


(342)
Raueneggstr. 41
88212 Ravensburg
Tel: 0751/25971
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Wenn Ihre Tochter jetzt ernsthaft und ziestrebig die mittlere Reife nachholen will, wird sie dem Grunde nach wohl noch unterhaltsberechtigt sein. Einem Kind wird eine gewisse Orientierungsphase zugebilligt.

2.
Die Mutter ist dem Grunde nach auch unterhaltspflichtig.

Der notwendige Selbstbehalt eines erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen beträgt 1.080,--€.

Wenn die Mutter nur ein Einkommen von unter 1000,-- € hat, ist sie zu Unterhaltsleistungen nicht leistungsfähig.

Das Einkommen und Vermögen des Lebensgefährten ist hier unerheblich.

3.
Der angemessene Gesamtbedarf eines nicht bei den Eltern oder einem Elternteil wohnenden Studenten beträgt 735,--€. Darin sind 300,--€ für Unterkuft einschließlich Nebenkosten enthalten.

Das Kindergeld ist voll anzurechnen.

Es spricht daher einiges dafür, dass Sie schon jetzt ZUVIEL Unterhalt bezahlen. Unter Berücksichtigung des Kindergeldes und des eigenen Einkommens der Tochter verbliebe nur noch ein ungedeckter Bedarf in Höhe von 93,--€ monatlich.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2017 | 11:52

Danke für die Beantwortung, ich habe nur eine Nachfrage.
Gibt es Ausnahmen in denen das Gehalt z.B. des Stiefvaters bei der Berechnung von Unterhalt für volljährige berücksichtigt wird.
Ich habe auch zwei Stieftöchter die volljährig sind und der leibliche Vater zahlt keinen Unterhalt.
Mein Einkommen wurde berücksichtigt und begründet dies mit der halbtagstätigkeit der Mutter es wurde ihr auch ein Anteil meiner Einkünfte zugeteilt und dadurch ergab sich eine Unterhaltspflicht ergibt. In einem Schreiben wird auf das BGH Urteil Az. XII ZR 115/01 verwiesen.
Ihrer Antwort entnehme ich, dass grundsätzlich das Einkommen des Ehemanns unberücksichtigt bleibt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2017 | 13:00

Sehr geehrter Fragesteller,

nach dem in Ihrer Nachfrage genannten Urteil des BGH muss ein gegenüber einem minderjährigen Kind baruntrhaltspflichtiger Elternteil bei der Beurteilung seiner Leistungsfähigkeit auch seinen eigenen Anspruch auf Familienunterhalt gegen seinen neuen Ehegatten (§§ 1360,1360a BGB) vorhalten lassen.

Ob das auf Ihre volljährige Tochter mit eigener Wohnung übertragbar ist, könnte fraglich sein.

Jedenfalls müsste man die Höhe der Einkommen der Mutter und des neuen Ehemannes kennen, um beurteilen zu können, ob ein Unterhaltsanspruch gegen die Mutter gegeben ist.

Mit freundlichen Grüßen
Rchtsanwalt Moosmann


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