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Unterhaltszahlung uneheliches Kind


30.10.2006 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein uneheliches Kind im Alter von zwei Jahren.
Die Kindsmutter,alleinerziehend, ist angestellte Rechtsanwältin (!!!) und verdient knapp €80.000 brutto p.a. Ich selber verdiene als Geschäftsführer ca. €180.000 brutto p.a.:ich habe nun zu meiner größten Überraschung von einem Bekannten gehört, daß mit Vollendung des 3.Lebensjahres des unehelichen Kindes, die Unterhaltspflicht des Vaters aufhört!Stimmt das?? Und wenn nicht, was ich vermute, wie hoch ist der Unterhaltsanspruch jetzt und für die Folgejahre?

mit freundlichen Grüßen

SR

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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie des von Ihnen gemachten Einsatzes will ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Ihr Bekannter hat insofern zwar Recht, dass der Unterhaltsanspruch in der Regel 3 Jahre nach Geburt des Kindes endet (kann bei Vorliegen einer „groben Unbilligkeit“ im Einzelfall verlängert werden. Dies scheint in Ihrem Fall jedoch nicht gegeben). Allerdings bezieht sich diese Vorschrift lediglich auf einen Betreuungsunterhalt der Mutter während der Zeit, in der von ihr auf Grund der Pflege oder der Erziehung des Kindes eine Erwerbspflicht nicht erwartet werden kann.

Der Unterhaltsanspruch des Kindes selbst bleibt hiervon jedoch unberührt und muss auch in Zukunft von Ihnen geleistet werden. Bei der Bemessung kann man sich an den gerichtlichen Leitlinien, festgehalten unter anderem in der „so genannten „Düsseldorfer Tabelle“ orientieren. Die höchste Einkommensklasse sieht – je nach Alter des Kindes – einen Unterhalt in Höhe von 408, 00 € (1-5 Jahre alt) bis 670,00 € (ab 18 Jahren) vor. Der Kindesunterhalt ist in voller Höhe von Ihnen aufzubringen, da die Mutter ihren Teil bereits durch die Betreuung des Kindes erfüllt.

Anzumerken ist jedoch, dass Sie sich mit Ihrem Einkommen bereits weit außerhalb der höchsten Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle befinden. In diesem Fall stellen die hier genannten Unterhaltssummen keine absolute „Höchstgrenze“ dar. Höhere Beträge werden jedoch ausschließlich nach detaillierter Prüfung der konkreten Umstände zugesprochen; Eine pauschale Aussage diesbezüglich ist somit leider nicht möglich.

Einschränkend ist jedoch festzustellen, dass sich die Höhe des Kindesunterhalts stets nach der Befriedigung des Lebensbedarfes des Kindes orientiert. Die Befriedigung von Luxusbedürfnissen soll nicht ermöglicht werden. Selbst dann, wenn Ihr Kind ein höheres Lebensalter erreicht haben wird, ist entsprechend nicht mit wesentlich höheren Unterhaltszahlungen als den oben Genannten zu rechnen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung der Frage eine erste Hilfestellung gegeben zu haben. Ich will Sie jedoch noch darauf hinweisen, dass dies lediglich auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen erfolgen konnte. Für eine exakte Beantwortung bedarf es der Auseinandersetzung mit den Details des konkreten Einzelfalles, wofür Ihnen die weitere Beauftragung eines Rechtsanwaltes anzuraten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt
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