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Unterhaltszahlung nichteheliches Kind + Lebensgefährte


03.09.2007 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin ledig und wohne mit meinem Lebensgefährten zusammen. Zusammen haben wir einen 3 Monate alten Sohn, für den wir beide das gemeinsame Sorgerecht besitzen. Das Kindergeld in voller Höhe erhalte ich. Ich bin derzeit in Elternzeit und erhalte Elterngeld in Höhe von ca. 1.082 EUR. Mein Lebensgefährte erzielt ein monatliches Nettogehalt von mind. 2.569,14 EUR. An Ausgaben zahlt er monatlich ca. 700 EUR für Miete, Versicherungen und Telefon. Nun meine Fragen: Ist mein Lebensgefährte für mich zur Zahlung eines Unterhalts verpflichtet obwohl wir nicht verheiratet sind? Und wie hoch ist der monatliche Unterhalt den er für seinen Sohn zu zahlen hat? Muss er überhaupt Unterhalt zahlen, obwohl wir alle zusammen in einem Haushalt leben?

Für Ihre Bemühungen vielen Dank!

-- Einsatz geändert am 03.09.2007 16:42:58
Eingrenzung vom Fragesteller
03.09.2007 | 13:55

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Sehr geehrte Ratsuchender,

grundsätzlich ist Ihr Lebensgefährte Ihnen und dem Kind zum Unterhalt verpflichtet. Ihre Unterhaltsberechtigung leitet sich aus der Geburt des gemeinsamen Kindes ab.

Für den Sohn beträgt der Unterhaltsanspruch 226,00 EUR im Monat. Die von Ihnen genannten 700,00 EUR werden nicht vom Einkommen abgezogen, es sie denn bei den Versicherungen handelt es sich unter anderem auch um private Rentenvorsorge.

Abzuziehen sind aber 5% als berufliche Aufwendungen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, das Ihr Lebensgefährte nur Ihnen und dem Kind zum Unterhalt verpflichtet ist, ergibt sich der genannte Betrag unter Abzug des hälftigen Kindergeldes (303,00 - 77 ).

Grundsätzlich besteht der Anspuch auch während des Zusammenlebens. Ihr Anspruch hingegen könnte zeitlich begrenzt sein und hängt auch von Ihrer Bedürftigkeit ab.

Während des Zusammenlebens wird der Unterhalt aber in der Regel durch das gemeinsame Wirtschaften entrichtet. Zahlt also Ihr Lebensgefährte bereits die Miete, Telefon etc. erbringt er bereits Unterhaltsleistungen. Dieses gilt auch für weitere Zahlungen. Insoweit hätte die Forderung nach monatlichen Zahlungen zur Folge, dass Ihr Lebensgefährte dann auch strikt getrennte Haushaltsführung fordern kann.

Ein Unterhaltsanspruch neben gemeinsamer Haushaltsführung kann zu einer Doppelbelastung führen.

Dieses gilt auch für den Kindesunterhalt. Führen Sie auch das Kind betreffend eine wirtschaftliche Gemeinschaft, erbringt der Lebensgefährte seine Pflicht durch laufende Zahlungen für das Kind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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