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Unterhaltszahlung für eine weitere Ausbildung?

28.03.2017 19:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:53
Hallo,

meine, uneheliche Tochter (24 J.), hat nach dem Abitur bis 2016 ein Studium zum Bachelor of Science absolviert und erfolgreich beendet. Danach hat sie, diese Informationen habe ich alle zufällig im Internet gefunden, (ab 2016) eine duale Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen mit integriertem Studium (ebenfalls?) zum Bachelor of Science begonnen. Bisher bin ich davon ausgegangen, das erste Studium sei noch nicht beendet.

Meine Fragen:
- Bin ich weiterhin zu einer Unterhaltszahlung verpflichtet, obwohl eine Ausbildung (Studium) bereits erfolgreich abgeschlossen wurde, oder kann ich die Zahlungen einstellen.
- Wenn eine Verpflichtung weiterhin besteht, wird die Ausbildungsvergütung von ca. 930€ angerechnet, (ggf. zzg. Kindergeld)?

Mit freundlichen Grüßen
28.03.2017 | 20:03

Antwort

von


(406)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
E-Mail:

Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne möchte ich Ihnen mit den folgenden Informationen weiterhelfen:

Grundsätzlich endet Ihre Unterhaltspflicht mit dem 18. Geburtstag des Kindes, bzw. mit dem Zeitpunkt des Abschlusses der ersten berufsqualifizierenden Ausbildung, hier also dem Abschluss des ersten Studiums.

Hiervon wird nur dann eine Ausnahme gemacht, wenn es sich um einen "Abitur-Lehre-Studium" - Fall handelt. Ihre Tochter müsste also nach dem Abitur eine Ausbildung abgeschlossen und sich sodann für ein sich direkt anschließendes Studium entschlossen haben.
Direkt anschließend ist dabei sowohl als zeitlich in nahem Zusammenhang (allenfalls wenige Monate später), als auch sachlich (z.B. Ausbildung zum Bankkaufmann, danach Studium der Betriebswirtschaftslehre) zu verstehen.
In einem solchen Fall wären Sie weiterhin unterhaltspflichtig.

Ihr Fall ist aber als "Schule mit Abitur-Studium-weiteres Studium" - Fall einzustufen. In diesen Fällen wird der Abschluss des Studiums als Abschluss der ersten berufsqualifizierenden Ausbildung angesehen. Entscheidet sie sich im Anschluss daran für ein weiteres Studium, wird dies nicht mehr als Fortführung der ersten, sondern als gänzlich neue Ausbildung Ihrer Tochter angesehen.

Eine Unterhaltspflicht Ihrerseits besteht also nach den mir hier vorliegenden Informationen nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 29.03.2017 | 18:01

Hallo,

d.h. aufgrund der Situation
Schule(Abitur) -> Bachelor of Science Studium (2014 bis Abschluss 2016) -> neue Ausbildung mit integriertem Studium (ab 2016)

hätte ich die Zahlungen also schon mit dem Abschluss des ersten Studiums 2016 einstellen können.

Mit freundlichen Grüßen

P.S. Vielen Dank für ihre schnelle und ausführliche Beantwortung meiner vorherigen Anfrage.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.03.2017 | 18:53

Sehr geehrter Mandant,

im Grunde genommen haben Sie damit recht, ja. Eine einzige Ausnahme wäre denkbar, wenn der Bachelorabschluss nicht als berufsqualifizierend gilt, es danach also nicht möglich ist, eine Stelle zu finden, sondern hierfür ein Masterabschluss notwendig wäre.

Auch dann allerdings wären Sie nur dafür und nicht für einen völlig neuen und eventuell längeren Ausbildungsweg finanziell mit verantwortlich.
Handelt es sich jedoch um einen vollwertigen Abschluss - so wie Sie ja schreiben - hat Ihre Tochter nun "nur" einen neuen Weg eingeschlagen, für den Sie aber nicht mehr mit zur Zahlung gebeten werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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