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Unterhaltszahlung für ein Kind nach ONS


03.05.2005 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe das Problem, dass ich nach einer Party einen One Night Stand hatte und die Dame nun schwanger ist. Allerdings weiß ich nicht, ob sie das von mir ist. Wir hatten nie eine Beziehung und wollten auch keine. Sie möchte das Kind nun bekommen, ich allerdings nicht.

Sie wird dieses Kind auch gegen meinen Willen bekommen können, soviel ist mir klar.

Meine Frage: wie sieht es in einem solchen Fall mit Unterhaltszahlungen aus, wie lange muss ich diese zahlen und in welcher Höhe bewegen sich solche Zahlungen???

Mein Nettogehalt beträgt momentan 1.600,- €,wird im September erhöht auf 1.700,-€.

Habe ich sonstige Verpflichtungen, von den moralischen mal abgesehen?

Für eine hilfreiche Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Mit freundlichem Gruß aus Nürnberg,

J P

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Unterhaltspflichten und sonstige Verpflichtungen treffen Sie nur dann, wenn Sie im Rechtssinne Vater des Kindes sind. Dies ist dann der Fall, wenn Sie die Vaterschaft anerkennen oder in einem gerichtlichen Verfahren festgestellt wird, dass Sie der Vater sind. Sie müssen es sich überlegen, ob Sie objektiv begründbare Zweifel an Ihrer Vaterschaft vorbringen können und es somit auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen wollen. Sollten Sie innerlich doch das Gefühl haben, tatsächlich der Vater des Kindes zu sein, dann sollten Sie die Vaterschaft besser anerkennen, bevor die Mutter Sie verklagt, Sie den Prozess verlieren und damit noch mehr Ärger und Kosten haben.

Sofern Sie aufgrund einer Vaterschaftsanerkennung oder aufgrund eines Gerichtsverfahrens als Vater des Kindes im Rechtssinne gelten, sind Sie dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig. Wie hoch Ihre Verpflichtung genau ausfallen wird, lässt sich abstrakt nicht beziffern, sie hängt von Ihren Einkommensverhältnissen, anderen Unterhaltsverpflichtungen etc. ab. Nach der Düsseldorfer Tabelle werden Sie in den ersten fünf Lebensjahren des Kindes mit etwa 227 bis 255 EUR im Monat rechnen müssen. Die Unterhaltspflicht ist prinzipiell zeitlich unbegrenzt, Ihr Kind hat so lange einen Unterhaltsanspruch gegen Sie, wie es bedürftig ist. Dies kann, wenn das Kind zum Beispiel ein Studium aufnimmt, auch in 25 Jahren noch der Fall sein.

Gemäß § 1615l BGB sind Sie als Vater außerdem der Mutter für einen Zeitraum von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt unterhaltspflichtig. Sofern die Mutter aufgrund der Pflege des Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann, sind Sie ihr weiterhin unterhaltspflichtig, maximal bis zum dritten Geburtstag des Kindes.

Sofern Sie die Vaterschaft anerkennen wollen, sollten Sie zudem zusammen mit der Mutter überlegen, ob Sie die gemeinsame elterlich Sorge für das Kind übernehmen wollen oder ob die Mutter das alleinige Sorgerecht haben soll.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2005 | 13:47

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich möchte mit der Dame keinen weiteren Kontakt und auch zu dem Kind nicht. So hart sich das anhört.

Das bedeutet, ich muss zahlen. Und einen Unterhalt für die Mutter dazu. Wieviel kann das denn ungefähr sein? Gibt es eine Grenze nach oben? Gibt es eine Art Freibetrag, der mir mindestens bleiben muss/kann???

Wie sieht es mit Lebensversicherungen aus, die vor dem Geburtstag abgeschlossen werden und zur Altersvorsorge dienen?

MfG, J P

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2005 | 14:11

Ihnen steht im Verhältnis zum Kind ein Selbstbehalt in Höhe von 840 EUR (sollten Sie nicht erwerbstätig sein, dann nur 730 EUR) zu, im Verhältnis zur Mutter steht Ihnen ein Selbstbehalt von 1.000 EUR zu. Dementsprechend ist die Höhe Ihrer Unterhaltsverpflichtung zu bemessen. Sie müssen dem Kind also ca. 250 EUR im Monat zahlen und der Mutter ca. 350 bzw. 450 EUR. Diese Werte sind allerdings nur geschätzt und können tatsächlich höher ausfallen.

Lebensversicherungen können unter Umständen Ihr unterhaltsrelevantes Einkommen mindern, wenn sie der Altersvorsorge dienen. Eine generelle Beurteilung kann ich hierzu nicht geben. Da diese Frage auch keine "Rückfrage", sondern eine neue Frage darstellt, bitte ich Sie, diese Frage mit einigen ergänzenden Anmerkungen zu Ihrer Lebenssituation erneut im Forum zu stellen oder - besser - einen Anwalt vor Ort aufzusuchen.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, und vielleicht gelingt es Ihnen ja doch, zumindest zu dem Kind eine väterliche Beziehung aufzubauen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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