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Unterhaltszahlung bei Ausbildung

08.07.2007 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo!

meine Tochter(20.08.1989)hat im September 06 eine Lehre begonnen und verdiehnt 605.-Euro Brutto.Ich verdiene ca.1600 Euro netto und zahle momentan 320.-Euro Unterhalt laut Düsseldorfer Tabelle.Meine geschiedene Frau ist auch voll berufstätig und bekommt das Kindergeld.Die Tochter lebt bei Ihrer Mutter.
meine Frage: muß ich immer noch Unterhalt zahlen,obwohl meine Tochter selbst Geld verdient,wenn ja wieviel und wenn ich zuviel bezahlt habe,kann ich es zurück verlangen.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Grundsätzlich ist die Ausbildungsvergütung bei der Unterhaltsermittlung zu berücksichtigen. Hierbei erfolgt in der Regel zunächst ein pauschaler Abzug berufsbedingter Aufwendungen in Höhe von 90 €. Darüber hinaus wird bei minderjährigen Kindern lediglich die Hälfte des Einkommens herangezogen. Somit ist bei Ihrer Tochter ein Betrag von 258 € bedarfsdeckend anzurechnen. Bei einer Unterhaltsverpflichtung von 320 € verbliebe noch ein ungedeckter Bedarf von 62 €, der durch Sie zu zahlen wäre.

Ob Sie rückwirkend den Unterhalt abändern können, hängt davon ab, um welche Art von Titel es sich hier handelt. Urteile können grundsätzlich erst ab Rechtshängigkeit der Abänderungsklage geändert werden. Andere Titel sind in der Regel auch rückwirkend abänderbar, wodurch auch überzahlter Unterhalt zurückgefordert werden kann.

Ich rate Ihnen einen Anwalt aufzusuchen und diesen mit der konkreten Berechnung der Unterhaltsverpflichtung zu beauftragen. Die hier gemachten Angaben können lediglich Richtwerte darstellen, da es bei der abschließenden Unterhaltsberechnung auf Einzelheiten ankommt, die innerhalb dieses Forums nicht geklärt werden können. Aufgrund der veränderten Unterhaltsverpflichtung und den Änderungen hinsichtlich der bevorstehenden Volljährigkeit Ihrer Tochter ist eine konkrete Neuberechnung des Unterhalts anzuraten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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