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Unterhaltszahlung an volljährige studierende Kinder

21.08.2013 09:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Ausführungen zum Unterhaltsanspruch eines volljährigen Kindes

Mein Kind hatte 2 Ausbildungen abgebrochen, beim ersten Studium 1/2 Jahr gebummelt und Barfög erhalten. Dann habe ich ihm gesagt wenn er jetzt nicht studiert erhält er gar kein Geld mehr von mir. Wärend dieser Bummelzeit hat er mich angelogen das er studiert und alles läuft gut. Jetzt studiert er angeblich immer noch, ist zwischenzeitlich Vater von 2 Kinder geworden, lebt in eheähnlichen Verhältnis. Seine Freundin hatte auch studiert und ist jetzt fertig.Mein Kind ist 25 Jahre.

Sehr geehrte Fragestellerin,

leider enthält der von Ihnen geschilderte Sachverhalt keine direkte Frage, so daß ich nur pauschal auf die Frage der Unterhaltsverpflich-tung gegenüber volljährigen, studierenden Kindern eingehen kann.

Grundsätzlich haben Kinder ihren Eltern gegenüber einen Anspruch auf Unterhalt auch ab der Volljährigkeit, solange sie isch noch in der Berufsausbildung befinden. Hierbei wird dem Kind eine sog. Berufsfindungsphase zugestanden, was bedeutet, daß ein Wechsel der Ausbildung nicht zwangsläufig zu einem Verlust des Unterhaltsan-spruchs gegenüber den Eltern führt.
Üblicherweise wird für ein volljähriges Kind mit eigenem Haushalt ein Unterhaltsanspruch von 670,00 € angenommen. Das Kindergeld, das nor-malerweise direkt an das Kind ausgezahlt wird, ist hierbei in Abzug zu bringen, für den Restbe-trag haften beiden Elternteile entsprechend ihrem Einkommen.
Ein Unterhaltsanspruch kann aber dann erlöschen, wenn das Kind mutwillig verschiedene Ausbildungen abbricht. Eventuell käme auch eine Verwirkung des Unterhaltsanspruchs aus grobem Undank bei Ihrem Sohn in Betracht, wenn er Sie in der Vergangenheit angelogen hat und tatsächlich nicht studiert hat, obwohl er das behauptet hat. Die Tatsache, daß Ihr Sohn in der Zwischenzeit Vater von 2 Kindern geworden ist und in einer eheähn-lichen Beziehung lebt, läßt den Unterhaltsan-spruch den Eltern gegenüber nicht zwangsläufig erlöschen. Allerdings haben Sie einen Anspruch darauf, daß Ihr Sohn nachweist, daß er einem Studium nachgeht und was er studiert.
Um Unterhaltsansprüche Ihnen gegenüber geltend machen zu können, muß Ihr Sohn allerdings bedürftig im Sinne des § 1692 Abs. 1 BGB sein, d.h. außerstande, sich selbst zu unterhalten. Denn grundsätzlich muß Ihr Sohn selbst einer eigenen Erwerbstätigkeit nachgehen und sich notfalls fiktive Einkünfte anrechnen lassen, die seine Bedürftigkeit minimieren, sofern er keiner Berufsausbildung nachgeht.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gern für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin
Claudia Bertram

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2013 | 10:00

Vielen Dank für die Nachricht.Jetzt studiert mein Kind mitlerweile wieder hat einen nebenjob. Meine Frage stellt sich nur wie lange er sein studium hinziehen kann da er schonlängst fertig sein muß. 2008 hatte er sein studium angefangen.Ist seine Lebensgefährtin nicht für ihn Unterhaltsberechtigt da er ja mit ihr zusammenlebt?Während seiner Gammelzeit hatte er ja auch Bafög erhalten und alle angelogen. Kann ich Studiumnachweise verlangen?Wann erlischt die Unterhaltspflich?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2013 | 10:13

Sehr geehrte Fragestellerin,

die von Ihnen gestellten Nachfragen beantworte ich Ihnen wie folgt:

Die Lebensgefährtin Ihres Sohnes ist nicht für ihn unterhaltspflichtig, da eine Unterhaltspflicht nur zwischen Verwandten besteht bzw. zwischen Eheleuten.
Ich hatte Ihnen ja schon geschrieben, daß Ihr Sohn nachweisen muß, daß er studiert. Hierzu gehört auch der Nachweis, seit wann er welchem Studiengang nachgeht. Die Unterhaltspflicht erlischt üblicherweise mit der Beendigung einer ersten Ausbildung. Im Falle Ihres Sohnes wäre daher nachzuprüfen, ob er sein Studium mutwillig hingezogen und dadurch einen deutlich früheren Abschluß verhindert hat. Dies könnte zu einer Verwirkung des Unterhaltsanspruchs den Eltern gegenüber führen. Auf jeden Fall muß er sich das Einkommen, das er aus seiner Nebentätigkeit erzielt, unterhaltsmindernd anrechnen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin
Claudia Bertram

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