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Unterhaltszahlung an geschiedene Ehefrau


01.02.2005 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann und ich benötigen Ihre Hilfe zu Unterhaltsfragen.

Mein Mann hat sich vor ca. 11 Jahren von seiner Ehefrau scheiden lassen, mit der über 20 Jahre verheiratet war. In dieser Zeit war er berufstätig, die Frau war zuhause und hat sich um den gemeinsamen Sohn gekümmert. Aufgrund von damaligen, gesundheitlichen Problemen der Frau (Depressionen, Rücken) hätte sie auch nicht arbeiten gehen können. Nach der Scheidung kam es zur Gerichtsverhandlung bezgl. der Unterhaltsfrage. Die nun geschiedene Ehefrau hat mehrfach ärtzliche Bescheinigungen vorgelegt, in denen die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der o.g. Probleme bestätigt wurde. Daraufhin wurde ihr ein Unterhalt von EUR 700,00 monatlich zugesprochen.

Vor 3 Jahren haben mein Mann und ich nun geheiratet, die Unterhaltszahlungen laufen bis zum heutigen Tage in gleicher Höhe weiter. Aus dem Umfeld der geschiedenen Frau (heutiges Alter 49 Jahre) ist immer wieder zu hören, daß sie mit einem Partnern zusammenlebt bzw. zusammenlebte. Offiziell (z.B.vor Gericht) bestätigen will diese Aussage natürlich niemand... Nach unserem Kenntnisstand ist sie auch weiterhin nicht berufstätig.

Unsere Frage ist nun: Wie lange ist mein Mann zur Unterhaltszahlung verpflichtet und in welcher Höhe ?

Aus dem Bekanntenkreis werden wir sehr oft darauf angesprochen, ob wir denn tatsächlich immer noch so viel Unterhalt zahlen müßten. Mehrfach hat man uns schon ermutigt, notfalls gerichtlich dagegen vorzugehen. Allerdings haben wir die Sorge, daß dann evtl. ein noch höherer Betrag an Unterhalt zu zahlen ist, da das Bruttogehalt meines Mannes im Laufe der Zeit um ca. 30-40 % gestiegen ist (bedingt durch Versetzung in andere Abteilungen) bzw. auch ich beruftstätig bin. Ist diese Sorge berechtigt ?

Kann es wirklich sein, daß die geschiedene Frau in diesem Fall ein lebenslanges Anrecht auf die gleiche Summe an Unterhaltszahlungen hat, ggf. auch auf einen noch höheren Betrag ?

Vielen Dank schon im Voraus !

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Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich besteht die Unterhaltsverpflichtung bis zum Eintritt in die Rente (kann aber u.U. noch darüber hinaus weiterlaufen).

Wenn das Einkommen Ihres Mannes gestiegen ist, kann es auch zu einer Erhöhung kommen. Grundsätzlich ist der berufstätige Unterhaltsschuldner verpflichtet, 3/7 seines bereinigten Nettoeinkommens (also durchschnittliches Nettoeinkommen abzüglich 5% Berufspauschale und anrechenbaren Verpflichtungen) zu zahlen. Da Sie keine Zahlen genannt haben, können Sie nach dieser Faustformel selbst pauschalisiert rechnen.

Sollte die Ex-Frau mit einem anderen Mann in einem eheähnlichen Verhältnis leben, wird ihr aber ein gewisser Betrag für die Betreuung angerechnet.

Nun ist es so, dass Sie Tatsachen vorbringen und ggfs. beweisen müssen, die den VERDACHT der Lebensgemeinschaft für schlüssig erachten. Dann muss die Ex-Frau beweisen, dass diese Lebensgemeinschaft nicht besteht.

Es ist natürlich schwierig, diesen "Anfangsverdacht" zu konkretisieren. Vielleicht befragen Sie einmal Nachbarn oder schalten schlimmstenfalls einen seriösen Privatdetektiv ein.

Auch kann man daran denken, die "Arbeitsunfähigkeit" durch einen Sachverständigen überprüfen zu lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2005 | 12:24

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für die superschnelle Rückantwort.

Können Sie mir sagen, was als "anrechenbare Verpflichtung" bei der Unterhaltsberechnung gilt ? Gehören die Miete, Kredite z.B. für PKW, priv. Krankenversicherung oder andere Versicherungen dazu ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2005 | 12:57

Die Miete gehört nicht dazu. Kredite ja, wenn sie im Rahmen einer vernüftigen Lebensführung aufgenommen worden sind (also nicht der Kredit für den Ferrari) und notwendig waren.

Die Krankenversicherung gehört auch dazu; nicht aber die Lebensversicherung, es sei denn, es ist die einzige Altersvorsorge.

Die Kreditkosten für den PKW nur, wenn der PKW notwendig gewesen ist, um z.B. zur Arbeit zu kommen.

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