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Unterhaltszahlung an Mutter


20.03.2007 17:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin seid 13 Jahren verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 13, 10 und 8 Jahren, die ich versorgt habe während mein Mann viel auf Auslandsreisen war und seine Karriere aufgebaut hat.
Wir haben keinen Ehevertrag, sondern eine Zugewinngemeinschaft. Mein Mann möchte sich jetzt von mir trennen und für mehrere Jahre nach China gehen. Die Kinder sollen ein Jahr bei mir bleiben und evt. später nachkommen.
Meine Eltern haben mir ein Haus übertragen, dessen Mieteinkommen ihre Rente darstellt. Das Nutznießrecht wird mir erst nach dem Tod meiner beiden Eltern, also frühestens in 30 oder 50 Jahren gehören.
Da ich keine eigenen Ersparnisse oder Einkomen habe, möchte ich gerne wissen, ob und wie lange mein Mann verpflichtet ist an mich Unterhalt zu zahlen und ob meine Rentenansprüche auch nach einer Scheidung erhalten bleiben.
20.03.2007 | 18:00

Antwort

von


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Großfriedrichsburger Straße 13
81827 München
Tel: 089 4306522
Web: www.Gabriele-Koch.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Nach dem derzeit gültigen Unterhaltsrecht haben Sie einen Unterhaltsanspruch wegen Kinderbetreuung bis das jüngste Kind 16 Jahre alt wird. Allerdings kann nach Ablauf des Trennungsjahres in der Regel eine Halbtagserwerbstätigkeit erwartet werden, was bei der Unterhaltsberechnung (ggf. auch fiktiv) zu berücksichtigen sein wird.

Sofern zum 01.07. die Unterhaltsreform tatsächlich in der derzeit geplanten Fassung in Kraft tritt, würde sich Ihr Anspruch aber wohl erheblich reduzieren und auch zeitlich verkürzt werden.

Ihre Rentenansprüche bleiben auch bei einer Scheidung erhalten. Nachdem im Rahmen des Scheidungsverfahrens ein Versorgungsausgleich durchgeführt wird, ist damit zu rechnen, dass sich diese dann noch erhöhen werden.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2007 | 08:21

Sehr geehrte Frau Koch,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage nach Unterhaltszahlung. Könnten Sie bitte die neue Unterhaltsreform konkretisieren? (Alter des Kindes und prozentualer Anteil des Einkommens meines Mannes?)

Vielen herzlichen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2007 | 09:38

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn die Unterhaltsreform wie geplant in Kraft tritt, bedeutet das zunächst, dass die Unterhaltsansprüche minderjähriger Kinder vorrangig sind. Das heißt, vom Einkommen des Mannes ist zunächst Kindesunterhalt lt. Düsseldorfer Tabelle zu zahlen. Außerdem muss ihm der sogenannte Selbstbehalt bleiben, der derzeit bei 890 EUR liegt. Nur wenn dann noch was übrig ist, ist überhaupt Ehegattenunterhalt zu bezahlen.

Die Höhe des Ehegattenunterhalts wird sich nach der Reform nicht mehr am Einkommen Ihres Mannes orientieren, sondern an Ihrem Bedarf, wobei Sie verpflichtet sein werden, diesen Bedarf vorrangig aus eigenem Arbeitseinkommen selbst zu decken. Die starren Altersgrenzen, die derzeit in den unterhaltsrechtlichen Leitlinien vorgesehen sind, werden komplett entfallen und die Frage, ob und in welchem Unfang Sie verpflichtet sind, zu arbeiten, wird davon abhängen, in wie weit eine Fremdbetreuung der Kinder möglich ist.

Nachdem die Unterhaltsreform im Moment aber wieder sehr umstritten ist, steht noch nicht fest, ob sie wirklich so in Kraft treten wird.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

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