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Unterhaltszahlung als Rentner

21.08.2008 12:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Bastian


Ich wurde im Jahr 2001 geschieden und zu einem Unterhalt von 460€/Monat verurteilt. Der Rentenausgleich wurde mit ca. 460E/Monat festgelegt und die daraus resultierenden Rentenpunkte meiner geschiedenen Frau übertragen.
Mene geschiedene Frau ist Heute 54 Jahre alt und ist seit 9 Jahren Vollrentner.
Sie bezieht eine monatl Rente von ca. 730E/Monat.

Ich werde in diesem Jahr 60 und kann ohne Abzüge (50 % seit 13 Jahren)in Rente gehen.
Meine Rente wird voraussichtlich 1550€ /monatl. betragen.

Ist es so, dass beide Renten addiert werden,der bereits ausgeglichene Rentenantei, hier 460€, subtraiert wird?

Der Rest durch 2 geteilt und die Differenz zu ihrer jetzigen Rente zur Hälfte als Unterhalt von mir gezahlt werden muß?

Ich hoffe ich liege da richtig.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Der Unterhaltsanspruch Ihrer geschiedenen Ehefrau errechnet sich wie Folgt:

Von Ihrer Rente ist die Rente Ihrer geschiedenen Ehefrau in Abzug zu bringen.
Von der sich so ergebenden Differenz beider Renten in Höhe von EUR 820,00 haben Sie die Hälfte an Ihre geschiedene Ehefrau zu zahlen, mithin einen Unterhaltsbetrag in Höhe von EUR 410,00.

Man kann den Unterhaltsanspruch auch ermitteln, indem man beide Renten addiert, durch zwei teilt und die Rente Ihrer Frau vom sich ermittelnden Betrag abzieht. Es ergibt sich dann der gleiche Unterhaltsbetrag in Höhe von EUR 410,00.

Insofern gehe ich davon aus, dass die Rente Ihrer Ehefrau in Höhe von EUR 730,00 bereits die ausgeglichenen Rentenanwartschaften in Höhe von EUR 460,00 enthält und Ihre zukünftige Rente in Höhe von EUR 1.550,00 bereits der Betrag ist, welcher nach Übertragung der genannten Versorgung in Höhe von EUR 460,00 verbleibt.
Sollte dies nicht der Fall sein, bitte ich um weitere Erläuterung der Fragestellung im Rahmen der Nachfragfunktion.


Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 21.08.2008 | 13:16

Hallo,

Ihre Rechnung würde bedeuten das ich für den ausgeglichenen Zeitraum des Rentenausgleichs (460€ als ausgeglichene Rentenanwartschaft)noch einmal zum Ausgleich herangezogen werde.

Im ausgeglichenen Zeitraum war insgesamt eine Rentenanwartschaft von 920€ aufgelaufen. Bei Ihrer Rechnung müßte ich von dem mir verbliebenen Rentenanteil von 460€ noch eimal 230€ abtreten müßte.
Ist das tatsächlich so?

Ich hätte dann von den während der Ehezeit erworbenen Anspruch nicht die Hälfte sondern 75 % abgetreten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.08.2008 | 15:20

Sehr geehrter Fragesteller,

der Versorgungsausgleich zum Zeitpunkt der Scheidung ist zu trennen mit dem nunmehr zu zahlenden Ehegattenunterhalt. Während der Versorgungsausgleich sicher stellen soll, dass die Ehegatten an den während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften gleich beteiligt werden, sichert der Unterhalt die Deckung des aktuellen Bedarfs.

Es wird daher geprüft, welches Einkommen Sie derzeit zur Verfügung haben und welches Einkommen Ihre geschiedene Ehefrau zur Verfügung hat. Woher dieses Einkommen kommt, ist dabei irrelevant. Aufgrund der Übertragung der Rentenanwartschaften wird bei Ihnen daher auch die reduzierte und bei Ihrer geschiedenen Ehefrau die erhöhte Rente berücksichtigt.

Ohne die damalige Übertragung der hälftigen Anwartschaften hätten Sie einen erheblich höheren Ehegattenunterhalt zu zahlen, da Sie über eine monatliche Rente von EUR 2.010,00 und Ihre geschiedene Ehefrau von EUR 270,00 verfügen würden. Sie müssten dann monatlichen Unterhalt von EUR 870,00 zahlen. Dies entspricht genau dem Betrag des jetzigen Unterhalts und der übertragenen Rente.

Ich muss Ihnen daher leider mitteilen, dass die o.g. Rechnung zutrifft und Sie weiterhin Unterhalt in Höhe von EUR 410,00 zu zahlen haben.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

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