Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltszahlung Kinder über 18


22.10.2007 22:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

mein Kinder leben bei mir, mein Sohn ist 16, macht eine Ausbildung und erhält ein Vergütung von 510 €. Meine Tochter ist 18 und besucht das Gymnasium, sie hat keine eigene Einkünfte.

Die Berechnung des Kindesunterhaltes für meinen Sohn ist mir bekannt, wie sieht es jedoch bei meiner Tochter aus:

Mein geschiedener Mann hat ein Nettoeinkommen von 3190 €, ich habe ein Nettoeinkommen von 1645 €. Das Kindergeld wir mir ausbezahlt. Wie sieht die Berechnung des Unterhaltes für meine 18-jährige Tochter aus? Wie bzw. wann in der Berechung wird das Kindergeld berücksichtigt? Was muss mein Mann bezahlen, was muss ich bezahlen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,


nach Ihren (vertraulich behandelten) Angaben zu Ihrem Wohnort bzw. dem Wohnort der Kinder sind hier die unterhaltsrechtlichen Leitlinien des OLG Frankfurt/M. anzuwenden.

Dort ist unter Ziff. 13 geregelt, dass beide Elternteile für ein volljähriges Kind anteilig nach Ihren Einkommensverhältnissen Unterhalt bezahlen müssen, siehe auch § 1606 Abs. 3 Satz 1 BGB.

Es ergibt sich folgende vorläufige Berechnung auf der Grundlage Ihrer Angaben:

Von Ihren jeweiligen Nettoeinkommen ist zunächst eine Pauschale von 5% (höchstens € 150) für berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen, hieraus ergibt sich eine Summe der bereinigten Einkommen in Höhe von € 4.602,75, abzüglich der angemessenen Selbstbehalte von jeweils € 1.100 verbleiben € 2.402,75. Der Unterhalt an das minderjährige Kind ist nicht in Abzug zu bringen (siehe Ziff. 13.2 der OLG-Leitlinien am Ende). Somit bemisst sich der Bedarf der volljährigen Tochter nach der 7. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle und beträgt zunächst € 497.
Hiervon ist jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs das Kindergeld in voller Höhe anzurechnen (BGH, Urteil vom 26.10.2005 - Az. XII ZR 34/03), so dass ein Restbedarf von € 343 verbleibt.

Die Haftungsquote berechnet sich dann nach dem jeweiligen Einkommen:

Ihr geschiedener Mann muss demnach € 276,94 = (€ 3.040 – € 1.100) x € 343 : (€ 4.602,75 - € 2.200) bezahlen und Sie € 66,06 = € 343 – € 276,94.


Bitte beachten Sie, dass im Rahmen einer Erstberatung nicht immer eine absolut verbindliche rechtliche Einschätzung möglich ist, soweit unbekannte Details des Einzelfalles nicht berücksichtigt werden können. Ich hoffe, ich konnte Ihnen Klarheit verschaffen und verweise im Übrigen auf die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 23.10.2007 | 17:47

Sehr geehrte Ratsuchende,

Korrektur:

leider hat sich bei meiner Berechnung ein Fehler eingeschlichen, da ich die Selbstbehalte versehentlich bereits bei dem Bedarf abgezogen habe und nicht erst, wie es richtig ist, bei der Ermittlung des Haftungsanteils.

Es muss daher lauten:

Von Ihren jeweiligen Nettoeinkommen ist zunächst eine Pauschale von 5% (höchstens € 150) für berufsbedingte Aufwendungen abzuziehen, hieraus ergibt sich eine Summe der bereinigten Einkommen in Höhe von € 4.602,75. Der Unterhalt an das minderjährige Kind ist nicht in Abzug zu bringen (siehe Ziff. 13.2 der OLG-Leitlinien am Ende). Somit bemisst sich der Bedarf der volljährigen Tochter nach der 13. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle und beträgt zunächst € 662.
Hiervon ist jedoch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs das Kindergeld in voller Höhe anzurechnen (BGH, Urteil vom 26.10.2005 - Az. XII ZR 34/03), so dass ein Restbedarf von € 508 verbleibt.

Die Haftungsquote berechnet sich dann nach dem jeweiligen Einkommen abzüglich der angemessenen Selbstbehalte von jeweils € 1.100:

Ihr geschiedener Mann muss demnach € 410,16 = (€ 3.040 – € 1.100) x € 508 : (€ 4.602,75 - € 2.200) bezahlen und Sie € 97,84 = € 508 – € 276,94.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER