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Unterhaltszahlung Kind beginnt eine Ausbildung

| 02.09.2010 15:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Anwälte,

ich habe nun folgendes Anliegen an Sie.
Bei mir ergeben sich in den Unterhaltszahlungen evtl. Änderungen.
Folgender Sachverhalt steht an:
Unterhaltszahlungen an 3 Kinder
Kind 1 (18 Jahre) hat ihr Abi gemacht und fährt nun für 1 Jahr ins Ausland und macht ein Soziales Jahr. Unterkunft und Essen frei, zusätzlich ein Taschengeld von €150.- in Monat

Kind 2 (17 Jahre) Mittlere Reife, beginnt nun eine Ausbildung und bekommt ca.€670.- Ausbildungsvergütung im Monat.

Kind 3 (5 Jahre) Unterhaltszahlung läuft über das Jugendamt.

Die Kinder leben bei ihren Müttern,bis auf Kind 1 die nun für ein Jahr weg ist und danach ein Studium beginnen möchte (in Deutschland)

Das Jugendamt hat meinen Nettoverdienst in der Düsseldorfer Tabelle in der 4´ten Stufe eingeordnet.
Meine Ex-Frau (Kind1 + Kind2) verdient ca. € 1100.- im Monat.
Ist Teilzeit tätig und bekommt das Kindergeld.
Sie lebt seit einen Jahr mit den Kinder bei Ihren Lebenspartner im Haus.

Nun meine Fragen:
Wie ändern sich die Unterhaltszahlungen an meine Kinder?
Muss ich für Kind 2 überhaupt noch zahlen?
Kann man verlangen,dass meine Ex-Frau in Vollzeit arbeitet, damit sie sich angemessen an den Unterhalt von Kind 1 beteiligt?

Vielen Dank für eine Detalierte Antwort

Mit freundlichen Gruß

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Anfrage anhand der von Ihnen gemachten Angaben nachfolgend
beantworten:

Ein volljähriges Kind, welches sich nicht in einer Ausbildung befindet, muss für seinen Unterhalt grundsätzlich selbst aufkommen.
Wenn das freiwillige soziale Jahr Ihres ersten Kindes nicht als Voraussetzung für für eine von ihm angestrebte Ausbildung gefordert wird, wird dies unterhaltsrechtlich nicht als Ausbildung anerkannt.

Daher kann Ihr Kind während dieses Jahres keinen Unterhalt verlangen. Eine Bedürftigkeit entfällt zudem dadurch, dass die Unterkunft, Kost, Sozialversicherung sowie Taschengeld beim freiwilligen sozialen Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Durch diese sogenannte Orientierungsphase (welche nach dem Schulabschluss zugebilligt wird) wird der Unterhaltsanspruch Ihres Kindes für dieses Jahr aufgeschoben, Ihr Kind muss sich in seinem Auslandsjahr selbst unterhalten. Wenn Ihr Kind nach dem Jahr im Ausland mit einem Studium beginnt, müssen Sie und Ihre Frau als Eltern für dessen Unterhalt anteilig nach Ihren Einkünften aufkommen. Ein Elternteil schuldet jedoch höchstens den Unterhalt, der sich allein auf der Grundlage seines Einkomens ergibt.
Da sich Ihr Kind dann nicht mehr in der allgemeinen Schulausbildung befindet, und somit nicht zu den sogenannten privilegierten Volljährigen zählt, besteht für Ihre Frau auch keine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, d.h. grundsätzlich ist sie nicht dazu verpflichtet, alle ihr zumutbaren Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Hinsichtlich Ihres zweiten Kindes verhält es sich wie folgt:
Lebt das in der Ausbildung befindliche Kind bei einem der beiden Elternteile und ist noch minderjährig, bestimmt sich der Unterhaltsbedarf unter Berücksichtigung des Einkommens des barunterhaltspflichtigen Elternteils anhand der 3. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle.
Eine Ausbildungsvergütung Ihres zweiten Kindes wird nach Abzug einer Pauschale in Höhe von 90 € für berufsbedingte Aufwendungen hälftig auf den Bedarfssatz der Düsseldorfer Tabelle angerechnet, ebenfalls wird das an Ihre Frau ausgezahlte Kindergeld für das zweite Kind hälftig auf den noch verbleibenden Unterhaltsbetrag angerechnet.


Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.
Bitte beachten Sie, dass diese Antwort lediglich eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes anhand der von Ihnen gemachten Angaben darstellt und die persönliche Beratung durch einen Anwalt vor Ort nicht ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich eine völlig andere Bewertung der Rechtslage ergeben.
Sollten Sie noch Rückfragen haben, stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen


Sandra Himmelberg
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 02.09.2010 | 21:06

Sehr geehrte Frau Himmelberg,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe nun noch eine Verständnisfrage zu Kind 2.
Es ist also richtig das ich die Hälfte seiner Ausbildungsvergütung beim Unterhalt abziehen kann? Vom Brutto- oder Nettolohn?
€670 - €90= €580 : 2 = €290

Die €670 sind brutto.

Warum kann ich nur die Hälfe abziehen?
Steht die andere Hälfte meiner EX-Frau zu?
Was ändert sich wenn er volljährig wird?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.09.2010 | 12:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, welche ich nachfolgend gerne beantworte:

Die Berechnung geht immer von der Nettosumme der Ausbildungsvergütung aus.
Bei Minderjährigen Kindern entlastet die eine Hälfte Sie als Barunterhaltspflichtigen, die andere Hälfte entlastet Ihre Exfrau als Betreuuende.

Bei volljährigen Kindern wird die Ausbildungsvergütung nach Abzug der berufsbedingten Aufwendungen in voller Höhe auf den Unterhaltsbedarf angerechnet, so dass sich hier wiederum ein neuer Betrag für die Unterhaltszahlung ergeben wird.

Ich rate Ihnen daher an, sich mit einem Rechtsanwalt/Rechtsanwältin Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen, damit eine genaue Unterhaltsberechnung aufgrund der vielen nunmehr anstehenden Veränderungen erfolgen kann.



Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen
aus Düsseldorf

Sandra Himmelberg
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 03.09.2010 | 13:11

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 03.09.2010 5/5,0
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