Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltsvorschussgesetz

01.03.2018 17:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Orth, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Alleinerziehender Vater von 2 Kindern.
Ich habe das Sorgerecht für die Kinder da die Mutter kronisch psychisch erkrankt ist und Sie steht unter Betreuung. Die Mutter der Kinder ist mehrfach in eine geschlossene Abteilung in der Psychiatrie eingewiesen worden. Ferner wird Sie nach dem jetzigen Klinikaufenthalt in ein Wohnheim für psychisch erkrankte Menschen eingewiesen.

Ich habe nun Unterhaltsvorschuss beantragt das Jugendamt will nun noch eine schriftliche Zahlungsaufforderung haben.
Diese habe ich nie an meine Ex-Frau gestellt da sie von Grundsicherung lebt und durch die schwere psychische Erkrankung nicht arbeitsfähig ist und auch bleiben wird.
Ferner steht Sie ja auch unter Betreuung.

Wie soll ich mich nun gegenüber dem Jugendamt wegen der fehlenden schriftlichen Zahlungsaufforderung verhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist die Kindesmutter hier zum Barunterhalt verpflichtet, das Sie die Kinder betreuen. Die Mutter müsste deshalb auch primär von den Kindern auf Unterhaltszahlung vertreten durch Sie, in Anspruch genommen werden. Der Mindestunterhalt wird auch immer tituliert. Steht die Nichtleistungsfähigkeit fest, weil noch nicht einmal der Mindestunterhalt hier ja geleistet werden kann, springt die Vorschusskasse "ersatzweise" ein. Die Zahlung der Kasse ist ja nur ein "Vorschuss", der auch zurückgefordert werden kann und wird im Regelfall vom Staat. Damit die Kasse dann gegenüber der Kindesmutter auch Rückforderungsansprüche stellen kann, die auch erst in 30 Jahren verjähren, muss grundsätzlich der Schuldner, also die Kindesmutter auch "gewarnt", also darauf hingewiesen werden, das hier ein nicht unerheblicher Schuldenberg entsteht über die Jahre!
Normalerweise hat aber die Kasse diese Aufforderung bzw. Hinweise an den/die Verpflichteten zu senden.
Ist es so wie hier, dass die Leistungsunfähigkeit der Verpflichteten quasi durch den Grundsicherungsbescheid nachweisbar ist, mag es ausreichen, wenn Sie bei der Unterhaltsvorschusskasse das schildern und diese auffordern sich bei der Betreuung entsprechend zu erkundigen. Eventuell können Sie auch mit Hilfe des Jugendamtes, das ja sicher die Situation kennt bezüglich der Kindsmutter, die Angelegenheit auch so in einem Telefonat des Jugendamtes mit der Vorschusskasse klären lassen.

Falls die Vorschusskasse trotz der Hilfe durch das Jugendamt und eventueller Vorlage des Grundsicherungsbescheides weiter eine förmliche Zahlungsaufforderung an die Kindsmutter verlangen sollte, so fragen Sie die Mitarbeiter dann dort schlicht und einfach, warum Sie das nicht selbst und förmlich machen, denn eigentlich ist das auch die Aufgabe der Kasse den Schuldner, also die Mutter von der beabsichtigten Zahlung zu unterrichten.





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67854 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
RA Winkler beleuchtete meine Frage in allen Aspekten gründlich, schnell und professionell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Geike ist gut auf meine Frage eingegangen und hat diese verständlich beantwortet. Zudem hat er auch meine Nachfrage bestens beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank nochmals. Damit fällt mir ein Stein vom Herzen. Als Rentner mit Aufstockung hätte ich eine Nachzahlung von mehreren Jahren nicht begleichen können. ...
FRAGESTELLER