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Unterhaltsvorschuss und Betreuungsfrage


11.09.2006 15:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

ich lebe vom Vater meiner 8 jährigen Tochter seit Mai 2006 getrennt, wir waren nie verheiratet und ich habe das alleinige Sorgerecht, das Kind lebt mit mir in meiner neuen Wohnung und ist auch bei mir gemeldet, ich lebe nicht wieder in einer Beziehung.

Da ich mit meinem Ex-Partner glaubte einen guten Kontakt zu haben und ihm sehr daran gelegen war auch weiterhin größtmöglichen Kontakt zu seiner Tochter zu haben, einigten wir uns darauf das Kind jeweils abwechselnd eine Woche zu betreuen, so das sie jeder von uns beiden genau 2 Wochen im Monat hat.

Aufgrund dieser Einigung war ich bereit auf den Kindesunterhalt teils zu verzichten, da ich auch selbst Vollzeit berufstätig bin und wollte nur, dass sich mein Ex an den monatlichen Fixkosten unserer Tochter (Schulgeld, Essensgeld offene Ganztagsschule) beteiligt und an der Abzahlung eines gemeinsam verbrauchten Kredites, der aber nur auf meinen Namen läuft.

Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 105€ im Monat, also noch weit unter dem Unterhaltssatz der Düsseldorfer Tabelle in seiner Einkommensklasse (für ihn also von Vorteil). Er hat sich mit der Zahlung dieses Betrages einverstanden erklärt und mir zugesagt dafür einen Dauerauftrag einzurichten.

Diesen Betrag habe ich allerdings noch nicht 1 Mal erhalten, erst zahlte er unter fadenscheinigen Ausreden nicht und jetzt sagt er mir gerade heraus, dass er nicht zahlen will. Begründung seinerseits ist, dass er unsere Tochter zu gleichen Teilen betreut. Mein Argument, dass ich sie auch 2 Wochen pro Monat betreue und zusätzlich noch alle Kosten inkl. Kleidung, Schulbedarf etc. trage ignoriert er.

Da mit ihm nicht zu reden ist möchte ich nun Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. Auf meine Nachfrage beim Jugendamt, ob es einen Einfluss auf die Antragsgenehmigung hat, dass mein Ex unsere Tochter zu gleichen Teilen betreut, sagte man mir, dass er dann zum zahlen des Unterhaltes nicht herangezogen werden könne, da die Betreuung quasi den Unterhalt ersetzt.

Meine Frage an das Jugendamt, wie viele Tage der Vater sein Kind denn im Monat noch sehen dürfe ohne das ich den Anspruch auf Unterhalt verliere konnte oder wollte man mir nicht sagen. Ich möchte ihm nämlich den Umgang mit seinem Kind nicht verwehren, aber den Unterhaltsanspruch meiner Tochter sichern damit ich für die entstehenden Kosten nicht alleine aufkommen muss.

Kann es wirklich sein, dass ich jetzt den Umgang meiner Tochter mit ihrem Vater komplett unterbinden muss, damit ein Unterhaltsanspruch besteht?

Gibt es evtl. eine gesetzliche Regelung darüber, wie oft der unterhaltspflichtige Part sein Kind sehen darf, ohne das eine Unterhaltsaufhebung stattfindet?

Ist es wirklich so, dass ich wie das Jugendamt behauptet auf allen Kosten für das Kind sitzenbleibe, während der Vater nur 2 Wochen das Kind betreut und gar nichts zahlt?

Vielen Dank für Ihre Hilfe, die ich dringend benötige…



-- Einsatz geändert am 11.09.2006 15:21:21

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Sehr geehrte Ratsuchende,

die Rechtslage stellt sich nach Ihrer Schilderung des Sachverhaltes wie folgt dar:

Sie und Ihr Ex-Partner schulden dem gemeinsamen Kind beide Unterhaltsleistungen. Unterhalt kann auch in Form von Naturalunterhalt erbracht werden, das bedeutet durch die Betreuung des Kindes.Der Elternteil, bei dem sich das Kind aufhält, lässt diesem natürlich tatsächlich einen höheren Naturalunterhalt zukommen, als er von den Barunterhaltsbeträgen der Düsseldorfer Tabelle erfasst wird. Gleichgültig, welche Barunterhaltsbedürfnisse des Kindes er während seiner Betreuung abdeckt, muss er auch für den angemessenerweise während der Betreuung durch den anderen Elternteil erwachsenden Barbedarf des Kindes eintreten, sofern dies nach den wechselseitigen Einkommensverhältnissen geboten ist.Das heisst, es kommt darauf an, ob zwischen Ihrem und dem Einkommen Ihres Ex-Partners eine bedeutende Differenz liegt. Denn bei der Berechnung des jeweils geschuldeten Unterhaltes geht man davon aus, dass durch die hälftig erbrachte Betreuung auch die Hälfte des geschuldeten Unterhalts ersetzt.Liegt dann der von Ihrem Partner geschuldete halbe) Barunterhalt höher als der von Ihnen geschuldete, steht Ihnen ein Ausgleichsanspruch zu.
Eine genaue Berechnung hat also Sinn, wenn Ihr Einkommen deutlich unter seinem liegt.
Im Übrigen sollten Sie die Betreuung des Kindes allein ausüben, wenn Sie Unterhaltsleistungen in voller Höhe erhalten wollen. Wobei der Kindesvater auch die Möglichkeit hat, gerichtlich dagegen vorzugehen, insofern er das Sorgerecht mit Ihnen gemeinsam ausübt.
Dann sollte der übliche Besuchsturnus eingehalten werden: jedes 2. Wochenende und die Hälfte der Schulferien und Feiertage.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und empfehle Ihnen, gegebenen Falls juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Krisztina Keeb-Szigeti
www.dieanwaeltin24.de
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