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Unterhaltsverweigerung - Benötige Klarstellung rechtlicher Lage

| 09.09.2018 19:59 |
Preis: 40,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notar und Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Guten Tag,


Ich benötige dringend rechtliche Hilfe.
Ich bin 20 Jahre und (noch) arbeitslos, da ab dem 01.10. diesen Jahres meine (zivil anerkannte) Ausbildung bei der Marine anfängt. Mein geschiedener Vater, der noch nie vollen Unterhalt bezahlt hat, (mit unserem/meinem Einverständnis bisher), weigert sich nun den jetzt schon geringen Betrag von ~180€ im Monat zu bezahlen, da er -seiner Meinung nach- keinen Bedarf darin mehr sieht, seitdem Ich Kontakt aus persönlichen Gründen zu ihm abbrach.

Eine evtl. wichtige Information ist, dass ich auch in meiner Zeit der Arbeitslosigkeit stets als Arbeitssuchend gemeldet war, und soweit ich weiß damit weiterhin auch Unterhalt und Kindergeld Berechtigt war.

Nun bin ich bisher auf die Information gestoßen, dass Er (mein Vater) bis zum Abschluss meiner Ausbildung jedoch verpflichtet ist, Unterhalt zu zahlen. Doch gilt dies auch für eine militärische (Anerkannte) Ausbildung?

Er kündigte bereits an, ab nächsten Monat nicht mehr zahlen zu wollen und ich bin mir meiner Rechtslage sowie meiner Mittel zum (kostengünstigen, ich bin leider nicht sehr vermögend..) einfordern meines Unterhalts nicht sicher. Mein Vater ist ein Mensch, den ich nur biologisch als Vater ansehen kann, und möchte ihn wirklich nicht mit dieser Aktion davon kommen lassen. Zumal ich selbst das bisschen Unterhalt gebrauchen kann.

Falls sie weitere Informationen benötigen, lassen sie es mich wissen.

Vielen Dank

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben zunächst Recht damit, dass generell der Unterhaltsberechtigte dem Grunde nach Anspruch auf Unterhalt bis zum Ende der allgemeinen Berufsausbildung hat. Das gilt auch für eine militärische Ausbildung, soweit es Ihre Erstausbildung ist und sofern es eine anerkannte Ausbildung ist. Sie müssen aber sehen, das der Höhe nach häufig der Anspruch entfällt. Da Sie völljährig sind, wird das Kindergeld und die Ausbildungsvergütung voll auf den unterhaltsrechtlichen Bedarf angerechnet. Wie viel Ihnen zusteht kann man nur errechnen, wenn man das Einkommen Ihres Vates und Ihrer Mutter kennt, weil bei Volljährigen beide Eltern barunterhaltspflichtig sind. Sollten Sie aber nicht mehr bei Ihrer Mutter leben, wäre Ihr Bedarf als Volljähriger mit eigener Wohnung bei 735 € pro Monat. Wenn Sie eine "normale" Ausbildungsvergütung erhalten, spricht viel dafür, dass kein Anspruch besteht. Verdienen Sie zB. 600 € netto dann liegen Sie mit Kindergeld bei 794 €. Der Restbedarf ist also möglicherweise nur noch gering.

Sie müssen also prüfen was Sie verdienen werden. Bleibt ein Rest haften dafür beide Eltern nach Quote.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Notar, Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht


Bewertung des Fragestellers 09.09.2018 | 22:08

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