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Unterhaltsverplichtung

| 06.09.2013 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Wenn ich nach vielen Jahren mitgeteil bekomme, dass ich der leibliche Vater einer mittlerweile erwachsenen Kindes bin, bin ich dann noch Unterhaltspflichtig bzw. Schadensersatzpflichtig gegenüber dem Ziehvater. (Nach erfolgten DNA Abgleich). In wieweit ist dieses Kind erbberechtigt?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich sind Verwandte in gerader Linie nach § 1601 BGB einander zum Unterhalt verpflichtet. Insbesondere betrifft dies die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern. Aber auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres sind die Eltern weiter zum Unterhalt verpflichtet einschließlich eines ersten beruflichen Abschlusses, § 1610 Abs. 2 BGB. Insofern könnten Unterhaltsforderungen Ihres Kindes für die Zukunft noch auf Sie zukommen.

Unterhalt für die Vergangenheit kann der Berechtigte nach § 1613 Abs. 1 BGB nur von dem Zeitpunkt an fordern, zu welchem der Unterhaltsverpflichtete zum Zwecke der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs aufgefordert worden ist, über seine Einkünfte und sein Vermögen Auskunft zu erteilen, zu welchem der Verpflichtete in Verzug gekommen oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist. Da also eventuelle Unterhaltsansprüche in der Vergangenheit gegen Sie nie geltend gemacht wurden, dürften diesbezügliche Forderungen somit nicht bestehen.

Ihr leibliches Kind ist gemaß § 1924 Abs. 1 BGB als Ihr Abkömmling gesetzlicher Erbe erster Ordnung. Dieses Erbrecht können Sie nur durch Verfügung von Todes wegen, z.B. durch Testament, ausschließen. In dem Falle bleibt das Kind jedoch nach §§ 2303 ff. BGB pflichtteilsberechtigt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2013 | 16:18

Kann der Ziehvater, nachdem er erfahren hat, dass er nicht der leibliche Vater ist, Ansprüchen gegen den Erzeuger stellen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2013 | 11:03

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage!

Ich hatte den Sachverhalt zunächst so verstanden, dass der Ziehvater wusste, dass er nicht der leibliche Vater ist. Sofern er dies jetzt erst erfahren hat, stehen ihm in der Tat Regressansprüche gegen den tatsächlichen Vater zu. Hier hat auch der Bundesgerichtshof in jüngerer Zeit die Rechte des Scheinvaters gestärkt (vgl. Urteil vom 16. April 2008, Az: XII ZR 144/06). Allerdings setzt dies zunächst voraus, dass er innerhalb einer Frist von zwei Jahren ab Kenntnis seine Vaterschaft angefochten hat. In welcher Höhe am Ende der leibliche Vater in Anspruch genommen werden kann, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalles und der Leistungsfähigkeit des leiblichen Vaters ab. Er sollte sich aber auf jeden Fall durch einen auf Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt vertreten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Gunnar Wessel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.09.2013 | 11:19

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