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Unterhaltsverpflichtungen ggü. Sohn nach Abi und vor Studium

| 28.07.2013 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Zusammenfassung: Zum Unterhaltsanspruch nach dem Abitur

Sachverhalt:

Mein 20jähriger Sohn hat Ende Juni 2013 seine Abiprüfung erfolgreich abgelegt.
Er lebt im Haushalt bei seiner von mir geschiedenen Mutter und erhält einen Unterhalt von 550 €/monatlich von mir. Unterhaltsverpflichtungen ggü. der Mutter bestehen nicht.
Aktuell ist er auf Jobsuche, wird aber im November für ein halbes Jahr nach Australien zum „work and travel" gehen. Danach wird er voraussichtlich ein Studium beginnen.
Mein Nettoeinkommen beträgt 86 T€ / Jahr, incl. variabler nicht gesicherter Tantiemen von rund 24 T€ p.a.
Das Einkommen seiner Mutter kenne ich nicht.

Fragestellungen:

Wie berechnet sich der gesetzlich vorgeschriebene Unterhalt und in welcher Höhe.
Wie werden variable Einkommensbestandteile bewertet (jedes Jahr neu?)
Bin ich in der Zeit von work-and-travel oder auch jetzt in der Zeit der Jobsuche unterhaltsverpflichtet und wenn ja in welcher Höhe und wie lange?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ab der Volljährigkeit haften beide Elternteile für den Unterhalt.

Dazu ist das Kind verpflichtet, das Einkommen beider Elternteile zu ermitteln und dem jeweiligen anderen Elternteil auch mutzuteilen.

Fordert Ihr Sohn von Ihnen also Unterhalt, ist er verpflichtet, das Einkommen der Kindesmutter mitzuteilen.

Da dann aus den Einkommen beider Elternteile eine anteilige Quote gebildet wird, ist die Kenntnis eben wichtig.

Hat z.B. ein Elternteil ein anrechenbares Nettoeinkommen von 2.000 €, das andere Elternteil eins von 4.000€, würde die Quote dann 1/3 zu 2/3 betragen.

Daher müssen Sie zunächst das Einkommen der Kindesmutter kennen. Zur Nennung können Sie das Kind auffordern.


Ein volljähriges Kind, welches sich nicht in Ausbildung befindet, ist grundsätzlich verpflichtet, durch Arbeit selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Findet der Sohn trotz ausreichender Bemühungen (mindestens 30 Bewerbungen pro Monat) keine Arbeit, sind Sie und die Kindesmutter unterhaltspflichtig.

Es kann also sinnvoll sein, wenn Sie auch Jobangebote siuchen und Ihrem Sohn mitteilen. Denn dann müsste er nachweisen, dass er sich dort vergeblich beworben hat.


Wenn Ihr Sohn nun an work & travel teilnimmt, sind die Eltern nicht mehr zu Unterhaltszahlungen verpflichtet.


Ab Beginn des Studiums ändert sich das dann wieder. Ihr Sohn hat dann einen angemessenen Gesamtunterhaltsbedarf von monatlich 670 €, wenn er nicht wieder während des Studiums bei Ihnen oder der Kindesmutter wohnt.

Hier sind dann die Eltern quotenmäßig unterhaltspflichtig.

Daher ist das Einkommen der Kindesmutter so wichtig. Dieses müssen Sie kennen.


Bei Ihrer Einkommenssituation kann man nicht die Berechnung der letzten 12 Monate machen.

Da Sie hier schwankende Einkünfte erzielen werden,muss eine andere Berechnung vorgenommen werden.

In solchen Fällen wird, wie bei Selbständigen, der Schnitt der letzten drei Kalenderjahre gebildet (OLG München, Urteil vom 15.11.1995, Az.: 12 UF 1301/95).

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 28.07.2013 | 13:58

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre Ausführungen.
Heisst das, das der Unterhalt auf maximal 670 € begrenzt ist?
Um wieviel verringert er sich, wenn der Sohn noch bei seiner Mutter lebt?

Vorab vielen Dank für die Beantwortung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.07.2013 | 14:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Unterhaltsbedarf beträgt in der Tat die genannten 670,00 €.

Dieser Betrag könnte aber einzelfallbezogen auch überschritten werden. In diesem Betrag sind 280,00 € Wohnkosten enthalten.

Wird dieser Betrag überschritten, weil es nicht möglich ist, eine günstigere Unterbringung zu finden, kann es auch zu einer Erhöhung kommen. Grundsätzlich ist aber von den 670,00 € auszugehen.

Lebt der Sohn weiter bei seiner Mutter, richtet sich der Unterhaltsbedarf nach der 4. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle.

Die Einstufung erfolgt dann nach dem anrechenbaren zusammengerechneten Einkommen der Eltern.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 30.07.2013 | 06:50

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