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Unterhaltsstichtag und Unterhalt Volljähriges Kind

| 23.04.2019 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:45

Hallo,

unsere Tochter wird in Kürze volljährig und lebt bei ihrer Mutter, die bisher von mir (Vater) Kindesunterhalt bekommt. Unsere Tochter beginnt in Kürze ein Studium.

Meine Fragen:
1. Ab welchem Tage muss ich den Unterhalt an meine Tochter und nicht mehr an ihre Mutter zahlen, d.h. wird der Monat der Volljährigkeit anteilig verrechnet?
2. Ist die Berechnung der Unterhalts für unsere Tochter für die beiden unten genannten Szenarien richtig?


Gesamteinkommen: 160.000 Euro
Fiktives Einkommen Vater: 120.000 Euro (75%)
Fiktives Einkommen Mutter: 40.000 (25%)

Kind wohnt bei Mutter:
Düsseldorfer Tabelle: 804 Euro
Unterhalt Vater: 603 Euro (75% von 804 Euro)
Unterhalt Mutter: 201 Euro
Kindergeld wird an Mutter gezahlt: 204 Euro
Zahlbetrag Vater: 603-102 = 501 Euro
Zahlbetrag Mutter bzw. Verrechnung mit Kosten für wohnen und essen: 99 Euro zzgl. 204 Euro Kindergeld = 303 Euro

Kind wohnt bei keinem Elternteil:
Düsseldorfer Tabelle: 735 Euro
Unterhalt Vater: 551 Euro (75% von 735 Euro)
Unterhalt Mutter: 184 Euro
Kindergeld wird an Vater gezahlt: 204 Euro
Zahlbetrag Vater: 449 Euro zzgl. 204 Euro Kindergeld = 653 Euro
Zahlbetrag Mutter: 184 -102 Euro = 82 Euro

23.04.2019 | 10:55

Antwort

von


(575)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ich gehe bei den von Ihnen genannten Zahlen davon aus, dass es sich um das bereinigte Nettoeinkommen handelt. Das heißt, alle abzugsfähigen Positionen wie zum Beispiel berufsbedingte Aufwendungen wurden bereits berücksichtigt.

1. Die Unterhaltspflicht gegenüber der Tochter (direkt) besteht ab Anfang des Monats in dem die Volljährigkeit eintritt. (Geburtstag am 31.06. - Unterhaltspflicht ab 01.06.)

2.
Kind wohnt bei Mutter:
Der Betrag laut der Düsseldorfer Tabelle sind 844 €. Entweder ist Ihnen hier ein Abschreibfehler unterlaufen oder Sie haben mit einer deutlich älteren Version gearbeitet. Das Kindergeld ist zunächst auf den Bedarf anzurechnen. Das heißt, der offene Bedarf liegt bei 650 €. Dieser ist zu Quoteln.
Vater: 488 €,
Mutter: 163 € zzgl. Auskehrung Kindergeld. (Unterhalt ist in vollen € zu zahlen und stets aufzurunden.)
Hilfsweise kann das Kind auch einen Anspruch auf Auszahlung des Kindergeldes direkt an sich durchsetzen.
Eine Verrechnung mit Kost und Logis findet nicht statt. Dies kann die Mutter mit dem Kind frei verhandeln. (Die Verhandlung kann auch darin bestehen zu sagen "Du bekommst gar nichts, wenn es dir nicht passt kannst du gehen und deinen Anspruch einklagen."

Kind wohnt alleine:
Bedarf 735 € abzgl. Kindergeld: 194 €; offener Bedarf 541 €
Vater: 406 € (ggf. zuzüglich Auskehrung Kindergeld)
Mutter: 136 €

Angesichts der bestehenden Einkommen ist wohl auch von gesteigerten Lebensverhältnissen auszugehen. Das Kind kann also auch ein Verfahren anstrengen um einen höheren Unterhalt als den der Einkommensstufe 10 durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 23.04.2019 | 11:27

Danke für die gute Antworten Ich hatte mich tatsächlich bei den 804 Euro vertippt!

Zu 1). Wo kann ich das nachlesen bzw. haben sie ein Aktenziechen eines Urteils für mich aus dem ich dies entnehmen kann?

Zu 2) Es handelte sich um Brutto-Einkommen, d.h. die fiktiven Netto-Einkommen liegen bei ca. 5.700 Euro beim Vater und 2.200 Euro bei der Mutter deutlich geringer..Der Vater hat noch ein weiteres Unterhaltspflichtiges Kind, die Mutter insgesamt noch 3 Kinder. Daher wäre hier wohl nicht mehr von gesteigerten Lebensverhältnissen der Einkommensgruppe 10 auszugehen. Richtig?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.04.2019 | 11:45

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für die Nachfrage.

1. BGH <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201988,%20604" target="_blank" class="djo_link" title="FamRZ 1988, 604 (2 zugeordnete Entscheidungen)">FamRZ 1988, 604</a> (1612a III BGB ist nicht anwendbar weil das Kind nicht minderjährig ist. Aus Gründen der Praktikabilität ist aber von einer Fortgeltung auszugehen, soweit die Gegenseite nichts anderes fordert.)

2. Die Düsseldorfer Tabelle sieht die Möglichkeit der Darlegung eines tatsächlich höheren Bedarfs ab 5.500 € als möglich an. Angesichts der bestehenden anderen Unterhaltsverpflichtungen halte ich es aber für unwahrscheinlich, dass das Kind hier vor Gericht Erfolg hätte. (Ganz ausgeschlossen kann dies aber nicht werden).

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.04.2019 | 15:15

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