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Unterhaltssache Volljährigkeit

| 04.03.2013 17:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Zusammenfassung: Familienrecht
Unterhalt
Kann die Mutter den Unterhaltsrückstand gegen den Vater selbst geltend machen

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage:
mein Sohn ist nun 18 Jahre alt. Mit dem Vater war ich nicht verheiratet. Der Unterhalt wurde immer wieder vom Landratsamt eingetrieben mit einem Gerichtsvollzieher. Der rückständige Unterhalt beläuft sich aber immernoch auf 12.000 Euro. Jetzt nach der Volljährigkeit möchte mein Sohn den Unterhalt direkt mit seinem Vater abwickeln. Die 12.000 Euro schuldet er ja aber mir, dies ist der rückläufige Unterhalt den ich vorgestreckt hatte. Im Internet hatte ich etwas von "Ausgleichsanspruch" gegenüber dem Vater gelesen. Die Gerichtsvollzieherin meinte heute zu mir ich müsste mir die 12.000 Euro dann titulieren lassen.
Nun meine Frage: Wie muss ich nun vorgehen? Muss ich diesen "Ausgleichsanspruch" an das Gericht stellen? Wo lasse ich mir das nun titulieren?
Vielen Dank und liebe Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Unterhaltsanspruch betrifft allein das Kind.

Auch das minderjährige Kind hat einen eigenen Unterhaltsanspruch.

Diesen Anspruch haen Sie as Mutter aber geltend gemacht - das steht außer Frage.

Der Kindsvater schuldet Ihnen daher gar nichts, insbesondere keinen Unterhalt.

Sofern es über den Kindesunterhalt einen Titel gibt, kann das Kind mit Volljährigkeit den Ausstand eintreiben.

Sie selbst können aus dem Titel aber nicht gegen den Kindsvater vorgehen.

Dies ist nur möglich, wenn Ihr Sohn Ihnen den Anspruch abtritt.

Ein Ausgleichsanspruch besteht insoweit auch nicht. Jedenfalls erschließt sich mir nicht, wie Sie darauf kommen und hier insbesondere den Rückstand von 12.000 Euro einfordern wollen. Gern können Sie dies im Rahmen der Nachfrage aufklären, damit ich Sie besser verstehen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.03.2013 | 20:33

Sehr geehrter Herr Schwerin,
komisch, das habe ich im Internet aber anders gelesen unter anderem http://www.iww.de/fk/archiv/unterhalt-der-familienrechtliche-ausgleichsanspruch-f32584
Hätte der Vater den Unterhalt bezahlt dann hätte ich auch keine 2 Jobs annehmen müssen. Dieser ist aber in den ganzen Jahren seiner Unterhaltspflicht nicht nachgekommen. Folglich habe ich diesen Betrag bestritten. Wird der rückständige Unterhalt (nur um diesen geht es, das er laufenden Unterhalt von ihm und von mir fordern kann ist klar) nun auch an meinen Sohn bezahlt hat er diesen doch doppelt bekommen. Ich habe gelesen das gegen den Vater ein Ausgleichsanspruch gestellt werden kann. Das mein Sohn den Titel nicht abtreten wird ist auch verständlich. Wie gesagt ich hatte gelesen das der Mindestunterhalt (von dem man ausgeht das dieser auch ausgegeben wurde) einfordern kann. Und das dies nur möglich ist, wenn der Unterhalt noch nicht an den Sohn ausbezahlt wurde. Die Gesetzestexte finde ich nun auf die Schnelle nicht wieder, da ich die Seiten schon geschlossen habe. Die 12.000 Euro sind offene Unterhaltsforderungen aus der Zeit seiner Minderjährigkeit. Das Jugendamt hatte immer wieder gepfändet und den Betrag an mich weitergeleitet, aber nun ist er 18 geworden und dieser Betrag ist noch offen.
Das ist nun schade, denn jetzt bin ich auch nicht schlauer. Wie gesagt, die Gerichtsvollzieherin meinte heute ich müsse mir den Betrag titulieren lassen, ich wusste nur nicht wie ich dann hier vorzugehen habe.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.03.2013 | 20:41

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Ok, ich verstehe, was Sie meinen.

Leider wurde dies aus der Ausgangsfrage heraus nicht so deutlich, wie jetzt.

Bei diesem Ausgleichsanspruch handelt es sich um ein juristisches Konstrukt. Niederschlag im Gesetz findet dies nicht und ist daher schwer geltend zu machen und durchzusetzen.

Es ist daher durchaus möglich, dass Sie Ihre Aufwendungen beim Vater geltend machen.

Dazu müssen Sie aber genau aufschlüsseln, was Sie alles für das Kind aufgebracht haben, was eigentlich der Vater hätte machen müssen.

Voraussetzung ist auch, dass Sie immer für Ihr Kind gekämpft und den Kindesunterhalt mit allen Mitteln beim Vater eingefordert haben.

Nur dann besteht überhaupt die Chance, diesen Ausgleichsanspruch anzubringen.

Dann muss dies gerichtlich durchgesetzt werden. Dann haben Sie einen Titel und können gegen den Vater vollstrecken.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 04.03.2013 | 20:47

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