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Unterhaltsrückstand + Veranlagung im Trennungsjahr


21.05.2007 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

ich lebe seit 2005 getrennt von meinem Mann.
Mein Mann war in 2005 vollzeitbeschäftigt, St.kl. III, (netto 2.100 Euro p.M.),ich teilzeitbeschäftigt, St. kl. V (netto 450 Euro).
Unterhalt für mich und die beiden Kinder 12 und 10 J. wurde vom Anwalt und Jugendamt berechnet: 630 Euro.
Dieser Betrag wurde ein halbes Jahr gezahlt, dann kontinuierlich gekürzt, erst auf 400 Euro, später dann auf 200 Euro. (Mein Mann hat seine eigene Unterhaltsberechnung aufgestellt - mit etlichen Additions- und Subtraktionsfehlern, was er mittlerweile weiß, ihn aber nicht dazu veranlasst, mehr zu zahlen!)
Eine Unterhaltsklage ist bisher nicht erfolgt!
Frage: Ist es für mich günstiger, den rückständigen und künftigen
Unterhalt für die Kinder über eine Jugendamtsurkunde zu erwirken oder sollte ich besser KU und EU zusammen im Rahmen der demnächst anstehenden Scheidung klären? Ich befürchte weitere
Unterhaltskürzungen für die Zukunft.

Frage 2:
Im Trennungsjahr 2005 hätten die rechtlichen Voraussetzungen für
eine gemeinsame Veranlagung noch bestanden. Mir ist bekannt, dass
ich an der gemeinsamen Veranlagung mitwirken muss, wenn mein Mann
dies von mir verlangt hätte und mich gleichzeitig von den finanziellen Nachteilen freigestellt hätte.
Da wir im betreffenden Zeitraum so zerstritten waren, dass wir nicht miteinander redeten, habe ich meine Steuererklärung für 2005 Ende 2006 mit getrennter Veranlagung abgegeben und eine Erstattung erhalten.
Wie ich jetzt durch Schreiben des Anwalts meines Mannes erfahren habe, hat mein Mann Anfang des Jahres 2007 das gleiche getan, eine Nachforderung erhalten und möchte nun Schadensersatz von mir geltend machen.

Wie ist hierzu die Rechtslage? Darf er diesbezüglich Forderungen an mich stellen, obwohl er mich nie zur gemeinsamen Veranlagung aufgefordert hat?
Übrigens ist mein Bescheid bereits rechtskräftig, bei ihm ist
noch Widerspruch möglich.

Wie fließt die Steuerschuld in die Einkommensberechnung ein, falls sich das FA auf Ratenzahlungen einlässt?

Für eine rasche Antwort wegen Ablauf der Widerspruchsfrist wäre ich dankbar.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich ihre Anfrage wie folgt:

1. Sie können keine Jugendamtsurkunde gegen den Vater erwirken. Damit das Jugendamt einen solchen vollstreckbaren Titel erstellt, ist die Mitwirkung des Unterhaltspflichtigen erforderlich. Aufgrund der von Ihnen geschilderten Umstände dürfte dies wohl bereits ein unüberwindbares Problem sein.



2. Grundsätzlich kann wohl in Ihrem Fall noch eine gemeinsame Veranlagung erfolgen, solange der Steuerbescheid Ihres Mannes noch nicht bestandkräftig ist.

Allerdings hat Ihr Mann, wie Sie schildern, dazu gar nicht Ihre Zustimmung verlangt. Ferner hat er auch nicht angeboten, Sie von evtl. finanziellen Nachteilen, bei der Zusammenveranlagung freizustellen.

Wenn er selber die getrennte Veranlagung wählt, keine Zustimmung zur Zusammenveranlagung verlangt und auch keine Freistellung anbietet, kann er nicht im nachhinein von Ihnen Schadensersatz verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt
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