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Unterhaltspflicht nach abgebrochener Ausbildung


| 23.02.2006 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Meine Tochter bekommt vom Amt für Ausbildungsforderung einen Förderungsbetrag.
In der Berechnung wird auch mein Einkommen mit zu Grunde gelegt.
Sie bekommt deshalb meinen errechneten Unterhalt abgezogen.
Meine Tochter hat im Amt versichert, dass Sie aber von mir aber keinen Unterhalt erhält.
Das Amt will jetzt meiner Tochter den Unterhaltbetrag auszahlen, mit der Maßgabe über Gericht von mir wieder das Geld einzufordern.
Kann man von einem zweimaligen grundlosen Abbrechen ausgehen, da Sie beim ersten Mal das Schuljahr nicht wiederholt hat und beim zweitem mal nicht die Lehre nach dem Erziehungsurlaub fortgesetzt hat.
Hat es Zweck sich mit dem Amt vor Gericht zu streiten (wie groß sind die Erfolgsaussichten) oder soll ich rechtlich gesehen Unterhalt an meine Tochter zahlen.

Meine Tochter ist im Juli 1981 geboren und hat eine eigene Wohnung.


Werdegang:

03.09.1998- 12.07.2000 2 jährige Berufsausbildung als staatlich geprüfte kaufmännische Assistentin in der Berufsschule für irtschaft in Zwickau

Prüfung nicht Bestanden, hätte auf schriftlichen Antrag
Schuljahr wiederholen können.


ab August 2000 Beginn einer Lehre als Hotelfachfrau in Bayern

am 29.04.2002 Geburt eines Kindes und anschließend Erziehungsurlaub
Lehre wurde danach nicht wieder aufgenommen

ab September 2003 Beginn einer Ausbildung zur Diätassistentin
an der Medizinischen Berufsfachschule

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich gilt in Bezug auf die Unterhaltsansprüche Volljähriger gegenüber Ihren Eltern folgendes:

Ab Eintritt der Volljährigkeit ist das Kind verpflichtet, die Lebensplanung so zu gestalten, dass es möglichst bald von seinen Eltern wirtschaftlich unabhängig ist. Ein volljähriges Kind gilt dann als bedürftig, solange es sich berechtigterweise einer Berufsausbildung unterzieht.

Wenn eine Berufsausbildung begonnen wird, dann muss das volljährige Kind diese zielstrebig, intensiv und mit Fleiß betreiben und sie innerhalb angemessener und üblicher Dauer beenden. Geschuldet ist auch nur eine Berufsausbildung. Wenn ein volljähriges Kind die Obliegenheit verletzt, seine Ausbildung zielstrebig und planvoll zu absolvieren, verliert es seinen Anspruch auf Unterhalt auch schon wegen Vertoßes gegen das Gegenseitigkeitsprinzip.


Vorliegend hat Ihre Tochter bereits zwei Ausbildungen nicht abgeschlossen. Meines Erachtens hat Ihre Unterhaltspflicht spätestens an dem Tag geendet, an dem Ihre Tochter sich entschloss, das Schuljahr für die Prüfung als kaufmännische Assistentin nicht zu wiederholen. Ein einmaliges Versagen hätte noch toleriert werden können (müssen).

Zur Unterhaltszahlung gegenüber Ihrer Tochter sind Sie bei diesem Werdegang nicht mehr verpflichtet.

Mit einer Klage auf Unterhaltszahlungen für Ihre Tochter wird das Amt sehr geringe Erfolgsaussichten haben.

Vielleicht sollten Sie diesen Sachverhalt direkt mitteilen, sobald das Amt mit Unterhaltsforderungen an Sie herantritt.


Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen soweit behilflich. Für Unklarheiten steht Ihnen natürlich die kostenlose Nachfragefunktion zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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