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Unterhaltspflicht für nicht eheliches Kind

| 02.03.2011 22:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels


Aus einem mehrjährigen Verhältnis mit einer Frau, der ich bei jedem sexuellen Kontakt auch Geld gegeben habe, ist ein Kind hervorgegangen. Diese Affäre war rein sexueller Natur. Nun ist das Kind 3 Jahre alt. Bis dato war für mich nicht klar das das Kind von mir war, da ich auch von anderen Bekanntschaften Ihrerseits ausgegangen bin. Nun liegt ein gerichtlich angeordnetes Abstammungs Ergebnis vor, demnach besteht an meiner Vaterschaft kein Zweifel. Ein Gerichtstermin ist bereits für den 15.03.2011 anberaumt.
Meine Frage:
1.)Ist es zwingend Ratsam mich anwaltlich vertreten zu lassen ?
2.)Das Jugendamt wird Forderungen an mich stellen, wie kann ich dem Begegnen ?
3.)Welche Unterhaltsforderungen können auf mich zukommen ?
Ich bin Selbstständig und verfüge über ein monatliches Einkommen von ca. € 2.500,-
Sämtliche Vermögenswerte wie Immobilien sind auf meine Frau eingetragen.
Mein Familienstand: Verheiratet - 1 Kind

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen und ausgehend davon, dass das von Ihnen erwähnte gerichtliche Verfahren die Zahlung von Kindesunterhalt zum Gegenstand hat, im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Zu 1. In dem Unterhaltsverfahren sollten Sie sich in jedem Fall anwaltlich vertreten lassen, wenn Sie nicht selbst über die notwendigen rechtlichen Kenntnisse im Bereich der Unterhaltsberechnung und des Zivilprozeßrechts verfügen. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, dass Ihre berechtigten Interessen in dem Verfahren nicht hinreichend berücksichtigt werden und das Gericht Entscheidung, durch die Sie in Anbetracht der tatsächlichen Umstände schlechter gestellt werden als dies vom Gesetz eigentlich vorgesehen ist.

Zu 2. Auch einer Inanspruchnahme durch das Jugendamt sollten Sie mittels anwaltlicher Unterstützung begegnen, aus den oben erwähnten Gründen. Da Sie nicht mitgeteilt haben, um welche Ansprüche es sich handelt, kann hierzu nicht mehr gesagt werden. Ich gehe aber davon aus, dass Sie auch insoweit von "Kindesunterhalt" sprechen, der hier aus übergegangenem Recht, weil das Jugendamt Unterhaltsvorschuss gezahlt hat, geltend gemacht werden wird. Somit bleibt es bei meiner Antwort.

Zu 3.
Die Höhe des von nicht betreuenden Elternteil für ein Kind zu zahlenden Barunterhalt richtet sich nach dem Alter des Kindes und dem monatlichen Netto-Einkommen des Unterhaltspflichtigen und wird im Allgemeinen der Düsseldorfer-Tabelle entnommen. Eine aktuelle Version finden Sie hier (http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/07service/07_ddorftab/07_ddorf_tab_2011/Duesseldorfer_Tabelle_2011.pdf). Nach den von Ihnen mitgeteilten Angaben richtet sich der monatliche Betrag für den Kindesunterhalt nach der 4. Einkommenstufe und 1. Altersgruppe und beträgt somit 365,00 EUR. Hierauf wird noch das hälftige Kindergeld von 92,00 EUR angerechnet, so dass sich ein Zahlbetrag von 273,00 EUR errechnet.

Ihre weiteren Unterhaltspflichten wirken sich auf den Zahlbetrag nicht aus, da die Düsseldorfer-Tabelle davon ausgeht, dass der Unterhaltsschuldner sich drei Unterhaltsberechtigten Personen ("Frau und zwei Kinder") gegenüber gestellt sieht.

Ich hoffe die Frage zu Ihre Zufriedenhei beantwortet zu haben und stehe gern für eine kostenlose Nachfrage zu meiner Antwort zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg
www.rechtsanwalt-bartels.de
Ich

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2011 | 23:35

Danke für die zügige Antwort. Bleibt noch die Frage ob der vom Jugendamt geleistete Unterhaltsvorschuss in vollem Umfang von mir zurückgefordert werden wird?
Desweiteren; ob die von mir geleisteten Unterstützungen an die Frau mit angerechnet werden (ca. € 5.000) Diese Leistungen meineseits sind von mir dokumentiert und waren nie ein Anerkenntnis der Vaterschaft sondern eine unterstützende Maßnahme an der Mutter.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.03.2011 | 23:47

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfragen beziehen sich zwar nicht auf meine Antwort sondern auf weiteren Sachverhalt (und stellen somit zwei weitere Fragen dar) ich werde Ihne aber gern auch hierauf antworten.

Das Jugendamt kann den Vorschuss nur ab dem Zeitpunkt von Ihnen erstattet verlangen, ab dem Sie selbst Kenntnis von der Unterhaltspflicht hatten oder hätten haben können. Dies ist der Regel ab dem Zeitpunkt gegeben, in dem Sie zur Zahlung von Unterhalt oder zur Erteilung von Auskünften über ihr Einkommen aufgefordert worden sind.

Die Zahlungen an die Mutter könnten auf den Kindesunterhalt angerechnet werden, wenn dies von Ihnen im Zeitpunkt der Zahlung so bezweckt worden ist. Da Sie mitgeteilt hatten, dass Sie "bis dato" keine Kenntnis von Ihrer Vaterschaft hatten, scheidet eine Zahlung auf den Kindesunterhalt allerdings aus.

Mit freundlichen Grüßen


Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg
www.rechtsanwalt-bartels.de

Bewertung des Fragestellers 03.03.2011 | 00:11

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 03.03.2011 4,6/5,0
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