Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltspflicht für Volljährige ohne Realschulabschluß

| 05.09.2016 19:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zum Unterhalt bei schlechter schulischer Leistung

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgende Situation:
Meine Tochter wird im November diesen Jahres volljährig.
Von Geburt an hat die Mutter Kontakt zwischen Tochter und mir verboten.
Bzgl. Der Schulbildung wurde meine Tochter ein Jahr später eingeschult und hat in der Realschule eine Klasse wiederholt. Anhand der Zeugnisse die mir zugesendet wurde war zu erkennen das Sie den Realschulabschluß nicht erreichen wird.
2012 habe ich entsprechend geklagt das meine Tochter in der Realschule überfordert sei. Mutter und J.A. konnten sich jedoch vor Gericht durchsetzen. Im Gerichtsbeschluß wurde jedoch festgehalten, das die Mutter mir ab 2014 alle 6 Monate Haljahres- und Jahreszeugnisse inkl. Einer Berufsplanung für die Tochter zusenden muss.
Dies verweigerte mir jedoch die Mutter. Zeugnisse musste ich per Zwangsvollstreckung eintreiben. Eine Berufsplanung habe ich bis heute nicht erhalten.
Im Jahre 2015 verließ meine Tochter dann die Schule ohne Realschulabschluß sondern mit einem schlechten Hauptschulabschluß. Anschließend besuchte Sie ein Jahr das BEJ ( Berufseinstiegsjahr) Fachrichtung „Soziale Berufe". Im Halbjahreszeugnis war in den Noten wiederum eine Verschlechterung zu erkennen sowie 7 Tage unentschuldigtes Fehlen. Das Jahreszeugnis 2016 wird mir verweigert. Nun erfahre ich über das Jugendamt, das meine Tochter wieder auf die Realschule möchte um den Abschluß nochmals zu versuchen. Laut Jugendamt ist der Hauptschulabschluß so schlecht das sie keinen Ausbildungsplatz findet. Bewerbungen etc. werden mir verweigert.
Meine Frage ist nun, bin ich bzgl. Der oben geschilderten Situation ab der Volljährigkeit der Tochter noch unterhaltspflichtig. Ich denke dass sie aufgrund der schlechten Noten auch im zweiten Versuch keine Aussicht auf erfolgreichen Realschulabschluß besitzt.
Es besteht ein befristeter Unterhaltstitel bis zum 18. Lebensjahr.
Welche

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern tatsächlich die Fähigkeiten fehlen, dass der Realschulabschluss nicht geschafft wird, dann muss auch kein Unterhalt für diese Zeit gezahlt werden. Jedoch gibt es in Bayern und auch in anderen Bundesländern bei späteren Wechsel zur Realschule entsprechende Aufnahmeprüfungen bzw. Aufnahmevoraussetzungen an den Realschulen. Wenn diese bestanden bzw. erfüllt werden, dann ist davon auszugehen, dass der Abschluss geschafft werden könnte und Unterhalt muss gezahlt werden. Ob andere Bewerbungen vorliegen, ist für die Problematik unbeachtlich.

Gegebenenfalls ist evtl. für den Zeitraum im Zusammenhang mit einer anderen Ausbildung dann der Unterhalt gezahlt werden.

Wenn sie jedoch keinen Unterhalt zahlen, so kann aus dem vorhandenen Titel vollstreckt werden, sofern Sie keine gerichtliche Klärung herbeiführen oder die Gegenseite keinen Verzicht auf die Zwangsvollstreckung abgibt. Da der Titel befristet ist, wäre dann die Wirtschaftlichkeit zu prüfen, ob sich ein gerichtliches Verfahren lohnt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2016 | 21:00

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Trotzdem eine Rückfrage.

Meine Tochter hat seit 2015 einen Hauptschulabschluß, hat anschleißend ein Jahr "Berufseinstiegsjahr" absolviert. D.h. die allgem. Schulpflicht ist beendet.
Im November diesen Jahres wird sie volljährig. Um eine Ausbildung zu beginnen muss man keinen Realschulabschluß haben der ja nicht viel besser wird als der Hauptschulabschluß.
Ich befürchte das meine Tochter versucht , sich die nächsten Jahre mit nicht erreichten Schulabschlüssen zu beschäftigen.

Wie kann ich dem entgegenwirken und erreichen das Sie eine Ausbildung beginnt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2016 | 21:37

Ein einmailger Wechsel im Ausbildungsweg muss aktzeptiert werden, wenn dies Gründe hat und die Chancen danach besser sind.

Sie sollten daher konkret nachfragen, welches zukünftiges Ausbildungsziel mit dem Relaschulabschluss konkret verfolgt wird. Gibt es hier keine oder keine nachvollziehbare Antwort, bzw. das berufl. Ziel ist auch mit Hauptschulabschluss erreichbar, dann müssen Sie trotz des Schulbesuches nicht mehr zahlen. Gegebenenfalls dann später wieder, wenn bei einer Ausbldung kein Entgelt oder nur geringes erzielt wird.

Bewertung des Fragestellers 07.09.2016 | 19:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 07.09.2016 3,4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69659 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super, danke! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Ich habe mich sehr gefreut so schnell eine klare Aussage zu erhalten. Diese war für das Gespräch mit dem Nachbarn hilfreich, wir könnten uns problemlos einigen. VIELEN DANK ...
FRAGESTELLER