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Unterhaltspflicht für Rollstuhlfahrer mit Erwerbsunfähigkeitsrente?


11.01.2013 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht darum, ob meine Frau mich finanziell unterstuetzen muss.
Wir sind seit 25 Jahren verheiratet. Wir leben in einem Haus was nicht finanziell belastet ist. Es gehört uns beiden ja zur Hälfte.
Meine Frau hat sich jetzt von mir getrennt. Ich bin seit ca. 7 Jahren Rollstuhlfahrer und bekomme eine Erwerbsunfähigkeitsrente von 690 Euro. Meine Frau verdient ca. 1800 euro netto.

Da ich nicht in dem Haus wohnen bleiben kann, habe ich mir eine Rollstuhlgerechte Wohnung (betreutes Wohnen) gesucht. meine Frau bleibt in unserem Haus wohnen. Nun meine Frage:

Muss mich meine Frau (Unterhalt) finanziell unterstuetzen? Wenn ja in welcher Höhe etwa?

Mit freundlichen Grüssen
R.Ra.

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts sowie unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Während der Trennung bis zur Rechtskraft der Scheidung besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Trennungsunterhalt nach § 1361 Abs. 1 BGB. Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach den Lebensverhältnissen sowie den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Ehegatten. Bei der Berechnung ist zu berücksichtigen, dass Ihre Frau weiterhin in dem gemeinsamen Haus wohnen bleibt, da diese hierdurch einen Wohnvorteil hat, der sich einkommenserhöhend auswirkt. Bei Ihnen dürften für die Bedarfsberechnung noch Mehraufwendungen aufgrund Ihrer Erkrankung zu berücksichtigen sein, die sich einkommensmindernd auswirken.

Eine konkrete Berechnung ist mit den hier gemachten Angaben leider nicht möglich. Ggf. sind vom Einkommen Ihrer Frau noch Abzüge vorzunehmen, wie berücksichtigungsfähige Schulden oder Kosten für eine private Altersvorsorge. In jedem Fall darf Ihre Frau eine Pauschale 5% von ihrem Nettoeinkommen als berufsbedingte Aufwendungen abziehen. Von dem sodann ermittelten bereinigten Nettoeinkommen dürfen noch einmal 10% Erwerbstätigenbonus abgezogen werden (so jedenfalls nach den Süddeutschen Leitlinien; die Leitlinien der nördlicheren Oberlandesgerichte gewähren nur 1/7 Abzug). Berechnet man einen Anspruch mit den von Ihnen gemachten Angaben, ergibt sich ein Trennungsunterhaltsanspruch in Höhe von ca. 425,00 € monatlich. Hierbei sind der Wohnvorteil Ihrer Frau für die selbstgenutzte Immobilie sowie Ihr Bedarf für Mehraufwendungen nicht berücksichtigt.

Da im Rahmen dieser Plattform keine Dokumente o. ä. übermittelt werden können, empfehle ich Ihnen, eine konkrete Berechnung, die alle Umstände mit einbezieht, von einem Kollegen vor Ort vornehmen zu lassen.
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Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.
Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

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