Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltspflicht bei Volljähriger ohne Ausbildung mit Nebenjob?

08.03.2009 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,

folgende Frage: Meine Tochter (20, lebt bei ihrer Mutter, ich zahle monatlich Unterhalt) hat im Frühjahr 2008 Abitur gemacht und wollte dann ein Studium anfangen.
Jetzt habe ich erfahren, dass sie bisher kein Studium und auch keine sonstige Ausbildung begonnen hat, statt dessen jobbt sie in einem Kaufhaus.
Nun meine Fragen:
1. Bin ich unterhaltspflichtig, solange meine Tochter keine Ausbildung/Studium aufnimmt?
2. Was sie mit Nebenjobs verdient, kann doch auf Unterhalt angerechnet werden? Ich weiß derzeit nicht, ob sie Vollzeit arbeitet und was sie dort verdient, kann ich von ihr einen Nachweis verlangen, bevor ich weitere Zahlungen leiste?
3. Wie errechnet sich meine Unterhaltsverpflichtung, wenn sie ein Studium aufnimmt und gleichzeitig einen Nebenjob ausübt?

Vielen Dank für Ihre Auskunft

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

1. Sie sind nicht unterhaltspflichtig, solange Ihre Tochter keine Ausbildung oder Studium aufnimmt. Die Tochter ist volljährig und
damit grundsätzlich verpflichtet selbst für Ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Der Anspruch auf Ausbildungsunterhalt besteht nur, wenn ernsthaft das Studium/Ausbildung betrieben wird, dies hat die Tochter durch Leistungsnachweise zu belegen. Es muss auch eine geschlossene Ausbildungskette vorliegen, Sie sollten von der Tochter verlangen das Sie Ihre Zukunftsplanung schriftlich niederlegt.

2. In der Tat ist das Einkommen auf den Unterhaltsbedarf anzurechnen. Wenn Ihre Tochter aber nicht studiert, dann hat Sie gar keinen Anspruch auf Unterhalt und muss selber den Bedarf durch Einkommen abdecken. Sie können sich also darauf berufen, dass bis zum Beginn des Studiums kein Unterhalt geschuldet wird. Wenn Sie Zahlungen, evtl. reduziert, weiter erbringen, dann ist dies eine freiwillige Leistung Ihrerseits. Bedenken Sie aber, dass Sie grundsätzlich zuviel gezahlten Unterhalt für die Vergangenheit nicht zurückfordern können.

3. Wenn das Studium in Vollzeit betrieben wird, dann ist die Tochter nicht verpflichtet neben dem Studium zu jobben. Tut Sie es trotzdem, dann ist das eine überobligatorische Anstrengung mit der Folge, das der Verdienst nicht auf den Unterhalt angerechnet wird. Dies gilt aber nur, wenn sich das Studium durch die Nebentätigkeit nicht verzögert. Wenn dies der Fall ist, dann muss das Einkommen angerechnet werden. Es kommt also auf die Regelstudienzeit an und darauf ob die erforderlichen Scheine pro Semester erreicht werden. Sollte Ihre Tochter aber einen BAFÖG Anspruch haben, dann wird das BAFÖG auf den Unterhalt angerechnet.







FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Erst anfängliche Schwierigkeiten, am Ende jedoch sehr klar und stets sehr freundlich erklärt. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
War verständlich und ausführlich, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Das nächste Mal bevorzuge ich eher eine persönliche Beratung. Das liegt wohl eher an der Plattform, als an der beratenden Person. Aus diesem Grund hat sich für mich jetzt keine Handlungsoption ergeben, bzw. etwas, was ich tun ... ...
FRAGESTELLER