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Unterhaltspflicht bei Drittausbildung

| 17.05.2018 17:05 |
Preis: 55,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Eine weitere Ausbildung nach einem Studium (selbst nach Abbruch eines Erststudiums)kann Unterhaltsansprüche auslösen,wenn die gesamte Ausbildung zielstrebig durchgeführt u maximal kurze Umorientierungen vorgenommen werden.Hier waren aber einige Jahre Berufstätigkeit gegeben,sodass kein Anspruch

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf diesem Wege möchte ich erfragen, ob meine Eltern in unten beschriebener Situation unterhaltspflichtig wären und mir eine weitere Ausbildung finanzieren müssten.

Ich bin 26 Jahre alt und wäre zum Beginn des Studiums 27.
Ich habe nach meinem Abitur eine dreijährige Ausbildung als Rettungsassistentin abgeschlossen und habe bis Mitte 2015 mit einer 5 monatigen Unterbrechung in diesem Beruf gearbeitet. Danach bin ich zur Bundeswehr gegangen und habe im Rahmen meiner Offizierausbildung mein Studium einer Geisteswissenschaft abgebrochen und bin aus der Offizierslaufbahn ausgestiegen und arbeite nun bei der Bundeswehr als inzwischen Notfallsanitäter. Nun möchte ich zum Wintersemester 2018/19 ein Medizinstudium aufnehmen.
Meine Frage hierzu wäre, ob meine Eltern nun im Rahmen des Medizinstudiums unterhaltspflichtig wären und mir das Studium finanzieren müssten, nachdem ich nun das erste Studium abgebrochen habe.

Viele Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
17.05.2018 | 17:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Gesetz geht grundsätzlich von einer Unterhaltsverpflichtung für eine erste Ausbildung aus. Generell ist, dies wäre bei Ihnen noch zu bejahen, ein sachlicher Zusammenhang zwischen Studium und Ausbildung erforderlich. Gleichzeitig verlangt die Rechtsprechung aber immer eine Zielstrebigkeit und einen zeitlich engen Zusammenhang. Dies ist beileibe angesichts der Jahre bei dem Sanitätsjob bzw der Bundeswehr leider nicht zu bejahen. Auch die gesamte zeitliche Schiene spricht gegen Sie. Daher besteht nach den Grundsätzen kein weiter Anspruch. Tut mir leid!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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