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Unterhaltspflicht an Volljährigen


20.02.2005 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo,
habe 18 Jahre lang immer schön Unterhalt an meinen uneheliches Kind gezahlt. Nun teilte mir das zuständige Jugendamt mit, daß es nicht mehr zuständig sei, und weißt aber gleichzeitig darauf hin, das sich mein Sohn weiterhin in einer Ausbildung befindet und ich dadurch weiter Unterhaltspflichtig bin. Durch die beiliegende Schulbestätigung erfuhr ich nun, daß der junge Mann noch 1 Jahr die Berufsschule besucht und zwar 1x die Woche für 6 Stunden. Beim nachfragen in der Schule stellte sich heraus das es eine 12-jährige Schulepflicht in Deutschland gibt, und da der Junge schon 2x sitzengeblieben ist ist er eben mit 18 noch in der Berufsschule. Eine Arbeit oder Ausbildung macht er also in dem Sinne nicht.
Nun meine Frage: bin ich verpflichtet weiterhin Unterhalt zu zahlen?Dann muß das doch auch neu errechnet werden. Und was ist mit dem Grundsatz der Eigenverantwortung? Die Mutter droht bereits mit Anwalt und will einen Einkommensnachweiß weil ich dazu verpflichtet bin. - angeblich
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach § 1610 BGB schulden die Eltern eines volljährigen Kindes gemeinsam Unterhalt bis zur Beendigung einer seinen Neigungen entsprechenden Ausbildung. Auch der Besuch der Berufsschule zählt selbstverständlich dazu. Ihre Pflicht zur Zahlung von Unterhalt wird auch nicht dadurch ausgeschlossen, daß Ihr Sohn bereits zweimal "sitzen geblieben" ist.

Allerdings können Sie nun eine Neuberechnung des Unterhalts verlangen, da mit Eintritt der Volljährigkeit auch das Einkommen der Mutter mit berücksichtigt werden muß. Ihr volljähriger Sohn - nicht die Mutter! - kann aber in der Tat einen Nachweis Ihres Einkommens der (bei selbständiger Arbeit) letzten 3 Kalenderjahre, bzw. (bei unselbständiger Arbeit) des letzten Kalenderjahres verlangen.

Ich empfehle Ihnen daher, sich anwaltlich vertreten zu lassen, um eine ordnungsgemäße Berechnung des Unterhaltes herbeizuführen, damit Sie nicht von der Gegenseite "über den Tisch gezogen werden."

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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