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Unterhaltshöhe Trennung

| 10.02.2015 08:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zum Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt.

Guten Morgen.

Ich habe eine Frage zum Unterhalt...

Was muss man an die (Ex-)Frau und ein Kind (4 Jahre) zahlen, wenn man in Trennung geht und anschließend in Scheidung?

Zahlt man im Trennungsjahr andere Beträge an den Expartner als nach der Scheidung? Zahlt man für beide oder nur Unterhalt für das Kind???

Mal angenommen, das Bruttogehalt liegt bei € 5.000,- (netto ca. € 4.200,-) und die Expartnerin verdient € 450,-/Monat. Was ist dann monatlich an sie bzw. das Kind abzugeben?

Vielen, vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Kindesunterhalt werden Sie nach einer Trennung auf jeden Fall leisten müssen (§§ 1601 ff. BGB).

Kindesunterhalt wird nach der Düsseldorfer Tabelle nach Ihrem bereinigten Einkommen und dem Alter des Kindes berechnet. Dabei ist das Nettoeinkommen von 4.200,-- € um 5 % berufsbedingte Aufwendungen (210,-- €) bereinigt, sodass 3.990,- € verbleiben.

Nach der Düsseldorfer Tabelle errechnet sich nach der Einkommensgruppe 8 und der Altersgruppe 1 ein Kindesunterhalt in höhe von 457,-- €. Falls das Kindergeld an die Mutter ausbezahlt würde, wäre die Hälfte, also 92,-- € auf den Kindesunterhalt anzurechnen, sodass für Sie ein Zahlbetrag von 365,-- € verbliebe.

2.
Ein Anspruch auf Trennungsunterhalt richtet sich nach § 1361 BGB. Dabei kann der Ihre Ehefrau im ersten Jahr im Allgemeinen nicht darauf verwiesen werden, zusätzliches Einkommen zu erzielen. Anschließend muss sie sich bemühen, ihren Lebensunterhalt durch eigenes Einkommen zu erzielen.

Auf der Grundlage der mitgeteilten Zahlen würde sich der Trennungsunterhalt wie folgt berechnen:

bereinigtes Nettoeinkommen Mann 3.990,--€
minus Kindesunterhalt 365,--€
_________
verbleiben 3.625,--€
minus bereinigtes Einkommen Frau 427,50,--€

Differenz 3.197,50 €
Trennungsunterhalt 1/2 1.598,75 €

3.
Nach einer Scheidung gilt der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit (§ 1569 BGB). Jeder Ehegatte muss für seinen Unterhalt selbst sorgen.

Eventuell könnte ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt in Betracht kommen (§ 1573 BGB), falls die Einkünfte Ihrer Frau aus angemessener Erwerbstätigkeit zum vollen Unterhalt nicht ausreichen oder Ihre Frau keine angemesse Erwerbstätigkeit trotz Bemühungen nich finden konnte.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2015 | 09:34

Guten MOrgen.

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Ich habe noch eine Nachfrage...

Werden Kosten, die durch mich übernommen werden, auf den Trennungsunterhalt angerechnet?

Zum Beispiel wenn ich gemeinsame Darlehen, ihre PKW-Kosten (komplett), den Kindergarten, die von ihr genutzte Wohnung (Miete, Nebenkosten etc) weiterzahle?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2015 | 10:17

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.
Zahlungen auf Darlehen sind bereits bei Ermittlung Ihrer Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen.

2.
Wenn Sie die Pkw-Kosten der Frau und die Kosten für die von der Frau direkt bezahlen, wäre das auf Trennungsunterhalt anzurechen.

Trennungsunterhalt ist nach § 1601 Abs. 4 BGB "durch Zahlung einer Geldrente zu gewähren", sofern nichts anderes vereinbart wird (BGH NJW 1997,731). Sie sollten und müssten daher mit der Frau schriftlich zu vereinbaren, dass der Ehegatten Unterhalt ganz oder teilweise in Natur zu erbringen ist.

3.
Von Ihnen bezahlte Kindergartenkosten wären beim Kindesunterhalt zu berücksichtigen.

Auch Kindesunterhalt wird durch Entrichtung einer Geldrente geschuldet (§ 1612 Abs. 1 BGB). Auch insoweit sollte daher eine Vereinbarung getroffen werden, damit Sie im Ergebnis nicht doppelt zahlen müssen.


Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 21.04.2015 | 07:51

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.04.2015 5/5,0
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