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Unterhaltsgeld volljährigers Kind


| 08.12.2009 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow



Laut vollstreckbaren Gerichtsurteil habe ich bis jetzt an die Kindesmutter Unterhaltsgeld für meinen Sohn in Höhe von 320 €/Monat bezahlt. Im November 2009 wurde mein Sohn 18. Jahre alt, er geht noch zur Schule.
Seit über einem Jahr hat sich mein Einkommen deutlich verringert, insgesamt Einnahmen von Netto unter 1500 €/Monat für mich und meine jetzige Ehefrau.
Frage: In Anbetracht des notwendigen Eigenbedarfs (Selbstbehalt), wie viel muss ich meinem Sohn in Zukunft laut Düsseldorfer Tabelle als Unterhalt bezahlen?

Mit freundlichen Grüßen

PS: ist die Beratung rechtsverbindlich, also kann ich sie in einem möglichen Prozess als Stellungsnahme eines Rechtsanwalts verwenden?

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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:


Zunächst einmal ist bei der Unterhaltsberechnung das sogenannte bereinigte Nettoeinkommen relevant. Das bedeutet, dass von dem von Ihnen genannten Nettobetrag zumindest noch berufsbedingte Aufwendungen und berücksichtigungswürdige Schulden abzuziehen sind.

Berufsbedingte Aufwendungen werden meist mit einer Pauschale von 5 % vom Nettoeinkommen abgesetzt – mithin noch einmal 75 EUR von Ihrem Einkommen abgesetzt.

Sodann unterfallen Sie mit einem Einkommen von unter 1500 EUR der ersten Gruppe der Düsseldorfer Tabelle und sind grundsätzlich verpflichtet einem 18 jährigen Kind 432 EUR monatlichen Unterhalt zu zahlen.

Nun haben Sie schon richtig erfasst, dass gegenüber einem Kind, welches unter 21 Jahre alt ist und noch im Haushalt eines Elternteiles wohnt und sich noch in der allgemeinen Schulausbildung befindet, ein notwendigen Selbstbehalt von 900 EUR angesetzt wird.

Mithin wären Sie zur Zahlung von 432 EUR grundsätzlich verpflichtet.

Sollte Ihr Kind nicht unter die genannten Kriterien fallen – also z: B. bereits die Schulausbildung beendet haben, so wäre für Sie der angemessene Selbstbehalt von mindestens 1100 EUR einschlägig. Sodann bliebe nur noch ein Betrag von 325 EUR als unterhaltsrelevant.


Diese Berechnungen sind für Sie relevant.

Bemerken möchte ich noch, dass Unterhaltspflichten (auch) gegenüber Ihrer jetzigen Frau bei der Berechnung unberücksichtigt bleiben, weil Sie in der Rangfolge stets hinter den Pflichten zum Kindesunterhalt angesiedelt sind.


Als anwaltliche Stellungnahme können meine Ausführungen nicht diesen, weil ich für eine verbindliche Berechnung des Unterhaltes noch mehr Daten (z.B. Schulden, Steuerklasse u. s. w.) benötigen würde. Die Ausführungen würde ein Gericht auch nicht als Gutachten werten – höchstens als Rechtsansicht – zumal auch Unterhaltsprozesse nur unter Zuhilfenahme eines Anwaltes geführt werden können.

Ich hoffe Ihnen trotzdem mit meinen Ausführungen behilflich gewesen zu sein.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.




Bewertung des Fragestellers 10.12.2009 | 16:15


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