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Unterhaltsforderung eines volljähringen Kindes

11.01.2019 14:23 |
Preis: 31,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


17:54

Zusammenfassung: Ausbildungsunterhalt für Volljährigen

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Sohn ist volljährig (22 J.), lebt in eigener Wohnung, stammt aus einer unehelichen Beziehung und hat jetzt nach folgende Stationen im Oktober 2018 ein Studium aufgenommen:

- Bis Juli 2017: Realschule - Berufsfachschule (zwei Jahre) - Fachhochschulreife ein Jahr.
- Ab August 2017: Ausbildung "Einzelhandelskaufmann", ein Ausbildungsvertrag legte er mir vor (ob die Ausbildung jemals angetreten wurde, weiß ich nicht).
- November 2017-Februar 2018: 2. Ausbildung zum (?), ein Zeugnis legte er mir vor (allerdings erst im Nov 2018, zum Zeitpunkt des Bafög-Antrages), Abbruch der Ausbildung wegen vermeintlicher betriebsbedingter Kündigung laut Zeugnis. Ab März 2018 überwies er den Unterhalt kommentarlos zurück. Wahrscheinlich hatte er einen Nebenjob und war nicht mehr in der Ausbildung.
- November 2018: Aufforderung seiner Anwältin an mich, Angaben zum Einkommen zu machen, um Bafög-Antrag zu stellen. Ich habe das Formblatt 3 direkt an das Bafögamt geschickt.
- Januar 2018: Nach Ablehnung seines Bafög-Antrages durch das Bafögsamt (Eltern verdienen genug) verlangt seine Anwältin rückwirkend zum Oktober 2018 Unterhalt im Verhältnis 37% bzw. 218 Euro/Monat (Rest zahlt Mutter). Dies ist ein %Verhältnis aus in seiner Ausbildungszeit durch seine Anwältin ermittelten Berechnung.

Meine Fragen:
Das Kind war schon immer nicht kooperativ was Nachweise und seine Ausbildungspläne betrifft. Es besteht kein Kontakt. Von seinem Studium wurde ich auch überrascht. Ich vermute, er hat es mangels Alternativen aufgenommen. Meiner Aufforderung, Einkommensnachweise über die o.g. Zeiträume und Gründe für die Abbrüche zu liefern, wurde nicht nachgekommen. Auch welches Fach er studieren möchte.
1.) Hat es trotz dieses Werdegangs noch Anspruch auf Studiumförderung (Unterhalt)?
2.) Darf der Unterhalt unter den oben genannten Umständen rückwirkend gefordert werden?
3.) Wenn ja, kann ich vom Kind zum Ende eines jeden Semesters Nachweise verlangen, auch vor dem Hintergrund der fehlenden Zielstrebigkeit?
4.) Bei der früheren Berechnung des Verhältnisses Unterhaltsverpflichtung Vater/Mutter hatte das zweite Kind der Mutter (Kind nicht von mir) noch keine Ausbildung aufgenommen. Würden Sie mir jetzt eine Neuberechnung empfehlen? Ich selbst bin für zwei weitere Kinder aus einer gescheiterten Ehe Unterhaltspflichtig, verdiene aber mehr als die Kindesmutter meines 22. jährigen Sohnes.









11.01.2019 | 15:13

Antwort

von


(17)
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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Fragen darf ich Ihnen antworten wie folgt.
1. Grundsätzlich sind Sie trotz der sich in dem Verlauf abzeichnenden Unentschlossenheit noch Unterhaltspflichtig, da man Jugendlichen nach dem Schulabschluss eine gewisse Selbstfindungsphase zubilligt. Man muss es als Elternteil also hinnehmen, wenn sie zunächst verschiedene Ausbildungen starten.
2. Der Unterhaltsanspruch besteht ab dem Moment, in dem der Sohn über seine Anwältin wegen Unterhalts an Sie herangetreten ist. Das war im November 2018. Also kann er rückwirkend ab November 2018 den Unterhalt fordern.
3. Sie können genaue Angaben verlangen, was er studieren will, warum und können auch fordern, dass Sie über den - hoffentlich erfolgreichen - Verlauf des Studiums unterrichtet werden. Wenn dieser Verpflichtung seitens Ihres Sohnes nicht nachgekommen wird, können Sie die Unterhaltszahlungen nach entsprechender vorheriger Androhung einstellen.
4. Bei den gegebenen Veränderungen würde ich eine Neuberechnung der Unterhaltsleistungen empfehlen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Auskunft behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2019 | 15:42

Vielen Dank für Ihre rasche und klare Formulierung.

Ich bin etwas überrascht, dass das Kind zwischen Ausbildung und Studium Achterbahn fahren kann, ohne offensichtlich überzeugend darzulegen, dass es dazu fähig und in der Lage ist. Das scheint aber vor dem Gesetz keine Rolle zu spielen.

Im Prinzip dreht sich meine Nachfrage rund um die von mir geforderten Nachweise.
Ich hatte von seiner Anwältin Informationen und Nachweise gefordert, die sie bisher völlig ignoriert hat. Habe ich in der u.s. Auflistung, etwas verlangt, dass mir nicht zusteht? Ich möchte vermeiden, dass sie wieder vier Semester bummelt und dann wieder wechselt usw.. Darf ich daher berechtigter weise verlangen, dass am Ende eines jeden Semesters Nachweise vorlegt? (z.B. erworbene Scheine). Darf ich meine Zahlung vom Vorlegen der u.s. Nachweise abhängig machen?

Zitat aus meinem Schreiben an die Rechtsanwältin::
"Sehr geehrte Frau Wiehl,
Ihre Antwortschreiben fällt unbefriedigend aus, dies auch vor dem Hintergrund Ihres Schreibens vom 11.07.2017. Damals teilten Sie mir mit, dass Ihre Mandantin ab August 2017 eine Ausbildung beginnen wird und übermittelten mir ihren Ausbildungsvertrag mit der Firma BSF Consulting GmbH. Das nunmehr von Ihnen vorgelegte Arbeitszeugnis stammt von der Firma Hans Motorgeräte GmbH. Offensichtlich hat Ihre Mandantin zum zweiten Mal ihre Ausbildung abgebrochen, ohne mich darüber in Kenntnis zu setzen. Sie verstößt damit wiederholt massiv gegen ihre Mitwirkungspflichten.
Ich fordere Sie erneut auf, folgende Nachweise / Informationen vorzulegen:
• Einen Nachweis darüber, in welchem Zeitraum sie ab August 2018 eine Ausbildung absolvierte
• Nachweis über ihre Ausbildungszeit bei der Firma BSF Consulting (Zeugnis)
• Ihren Ausbildungsvertrag bei der Firma Hans Motorgeräte GmbH
• Angaben zu ihren Einkünften im Zeitraum August 2017 bis einschließlich Februar 2018
• Fachrichtung ihres angestrebten Studiengangs"
Zitat Ende.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2019 | 17:54

Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Rückfrage darf ich Ihnen antworten wie folgt.
Wie schon gesagt, billigt man den Kindern nach der Schule eine gewisse Phase zu, in der sie ihre weiteren Ausbildungsschritte erproben dürfen.
Die von Ihnen angeforderten Unterlagen sind sachgerecht und ich würde jetzt der Anwältin auch klar mitteilen, dass es keinen Cent Unterhalt gibt, wenn das nicht kommt. Selbstverständlich dürfen Sie sich Aufschluss über den Gang der Ausbildung verschaffen, wenn Sie diese finanzieren sollen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Ergänzung behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin

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