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Unterhaltsforderung des 18-jähr. Kindes


27.12.2005 21:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich bin für mein Kind allein unterhaltspflichtig.
Es wurde im September volljährig.Bis dahin lebte es in meinem Haushalt.Es besucht das Gymnasium 12.Klasse, hat kein eigenes regelmäßiges Einkommen und entschied sich trotz der Wohnmöglichkeit im elt. Haus zum Auszug in die eigenen 4 Wände.
Im November wurde ich vom Jugendamt zur Auskunftserteilung meiner Einkommensverhältnisse aufgefordert und erhielt nun eine Unterhaltsforderung meines Kindes vorgelegt.
Mein Kind hat allerdings eigenes und von Verwandten angespartes Barvermögen.
Meine Fragen:
Bin ich, trotz Auszug auf eigenen Wunsch mit dem Bewußtsein, kein eigenes Geld(Unterhalt)zu haben, unterhaltspflichtig?

Muss das eigene Barvermögen meines Kindes in diesem Falle erst zum Bestreiten des Lebensunterhaltes herangezogen werden?
Welche Paragraphen der Rechtssprechung würden hier greifen?
Wie soll ich auf die Forderung reagieren?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!
MfG

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Der Volljährige hat gegen seine Eltern prinzipiell den Anspruch, eine angemessene Ausbildung zu erhalten (§ 1610 Abs. 2 BGB).

Mit Volljährigkeit tritt an die Stelle des hiermit entfallenen Betreuungsbedarfs ein erhöhter Barunterhaltsbedarf. Damit entfällt nach dem Gesetz die Grundlage für eine
Gleichbewertung von Betreuungs- und Barunterhalt (§ 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB)
ohne Rücksicht darauf, ob im Einzelfall etwa ein volljähriges Kind weiter im
Haushalt eines Elternteils lebt und von diesem noch gewisse Betreuungsleistungen
erhält. Dabei ist das Kindergeld als Einkommen unterhaltsmindernd zu berücksichtigen. Somit macht es auch keinen Unterschied, ob ein volljähriges unverheiratetes Kind bis zum 21. Lebensjahr noch eine allgemeine Schulausbildung absolviertund deswegen nach § 1603 Abs. 2 Satz 2 BGB privilegiert ist, oder ob
ein volljähriges unterhaltsberechtigtes Kind während der Ausbildung eine eigene
Wohnung unterhält. Denn auch in diesen Fällen soll das Kindergeld den
barunterhaltspflichtigen Elternteil entlasten. (vergl. BGH XII ZR 34/03 vom 26. Oktober 2005).

Eine Unterhalspflicht besteht also dem Grunde nach.

Auch Zinsen sind als Erträge aus Vermögen anzurechnen. Das Kind ist jedoch nicht grundsätzlich gehalten, den Vermögensstamm zu verwerten. Ob dies zumutbar ist, ist eine Frage, die nur anhand der konkreten Verhältnisse zu beurteilen ist (vgl. BGH, FamRZ 1998, 367).

Zur genauen Berechnung des Unterhaltes und einer angemessenen Reaktion sollten Sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen.


Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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