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Unterhaltsberechnung und Steuerklasse ändern


02.05.2006 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag,
Ich wollte vor kurzem meine Steuerklasse von 4 auf 5 da ich verheiratet bin, ändern. Leider will mein Sohn zu sein Vater ziehen, der dann sein Unterhalt sparen wird plus kindergeld beziehen. Mein Sohn wird in July 16 und jetzt habe ich angst meine Steuerkarte zu ändern, da mir gesagt wurde, es könnte aussehen als ob ich um Unterhalt zu sparen, meine Steuerklasse ändern will.
Ich verdiene jetzt mit klasse 4 1100€ Netto und mit klasse 5 bekäme ich 810€.
Lohnt sich überhaupt die Steuerkarten zu ändern oder darf mann sie jetzt kurz bevor mein Sohn zu seinem Vater hinzieht überhaupt ändern.
Kann mann jetzt schon berechnen in beide steuerklassen was mann zahlen müsste. Zusätzlich habe ich ein Kredit von mtl 320€ abzuzahlen.

vielen dank im voraus

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Sehr geehrte Ratsuchende,



die Steuerklasse KÖNNEN Sie ändern; ein gesetzliches Verbot, dieses zu unterlassen gibt es nicht.

Bei der Unterhaltszahlung ist zwischen dem steuerrechtlichen Einkommen und dem unterhaltsrechtlichen Einkommen zu unterscheiden. Während steuerrechtlich noch einige Abschreibungen und Freibeträge berücksichtigt werden, ist dieses unterhaltsrechtlich so nicht möglich.

Die Unterhaltspflicht hängt von den tatsächlich gezahlten Steuern ab, so dass ein Wechsel sich also schon lohnen kann. ABER: Eine auf den Wechsel beruhende Steuererstattung wird dann wieder in dem Jahr, in dem sie anfällt, dem Einkommen anteilsmäßig hinzugerechnet. Das "Lohnen" wird sich also nur bis zu Steuererstattung bejahen lassen.


Sofern der Kredit unterhaltsrelevant ist, ist er von Einkommen abzuziehen, so dass das anrechenbare Nettoeinkommen ca. 725,00 EUR bzw. ca. 449,50 EUR unter Berücksichtigung der Berufspauschale liegen wird. Die genaue Höhe ist ohne Vorlage weitergehender Informationen nicht zu bestimmen.

Der der Selbstbehalt bei 890,00 EUR liegt, werden Sie -vorbehaltlich einer individuellen Berechnung - wahrscheinlich nicht zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden können. Es besteht aber die Möglichkeit, dass Sie ggfs. auf eine andere, besser bezahlte Arbeitsstelle oder einer Nebentätigkeit verwiesen werden können. Denn der Unterhaltsschuldner hat gegenüber minderjährigen Kindern eine gesteigerte Unterhalts- und damit Erwerbsobliegenheitspflicht, was dann aber noch individuell geklärt werden muss.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.05.2006 | 20:53

Ich lasse mir das beim Jugendamt genau berechnen, aber ich würde gern wissen, wenn ich diesen Monat meine Steuerkarte ändern lasse, und mein Ex-Mann in ein paar Monaten mich auf Kindesunterhalt anklagt, bekomme ich dann ärger dass mein Netto von 1100€ auf 810€ sinken wird.

Nicht dass das Familiengericht sagt ich wollte eine Unterhaltszahlung umgehen.

Das Tempo vom Auszug meines Sohnes hat er selbst angelegt.

nochmals vielen dank im voraus


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2006 | 08:29

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Änderung ist möglich; das Familiengericht kann auch nicht später sagen, dass die Zahlungen umgangen werden sollten.


Die Unterhaltsberechnung würde ich jedoch nicht vom Jugendamt, sondern von einem Rechtsanwalt vornehmen lassen, da dieser immer IHRE Interessen vertreten wird. Dieses kann bei der Berechnung sicherlich nur zu Ihrem Vorteil sein.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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