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Unterhaltsberechnung für Volljährige Kinder


| 06.04.2006 23:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe zwei volljährige Kinder, für die ich Unterhalt zahle.
Da sich im Unterhaltsrecht für vollj. Kinder in der letzten Zeit einige neue Aspekte ergeben haben, bitte ich Sie hiermit
die folgende Unterhaltsrechnung unter Einbeziehung der aktuellen Rechtsprechung (BGH 26.10.2005, XII ZR 34/03 bzw.
Senatsurteil 9.1.2002, XII ZR 34/00) auf Richtigkeit zu prüfen
und zu bestätigen.
Bitte korrigieren Sie die vorliegende Rechnung, wenn notwendig.

Vielen Dank für Ihre Mühe.


21jährige Tochter: lebt im Haushalt der Mutter, Studium
18jähriger Sohn: Schulbesuch, lebt im Haushalt der Mutter
Anrechenbares Nettoeinkommen beider Elternteile
Vater: 2600 €
Mutter: 1600 €
zusammen 4200 €.

Unterhalt der Tochter:
Nach Düsseldorfer Tab.wäre ein Unterhalt von 637,- € zu zahlen.
Vom Nettoeinkommen der Eltern ist der den Selbstbehalt (1100€) abziehen
Vater 2600 € - 1100 € = 1500 €
Mutter 1600 € - 1100 € = 500 €
zusammengerechnet ergibt sich 2000 €.

Die Eltern haften also für den Unterhalt i.H.v. 637,- €
im Verhältnis Vater 1500,-€ zur Mutter 500,- €.
Anteilig Vater: 1500 : 2000 x 637 = 478,- €,
Anteilig Mutter: 500 : 2000 x 637 = 159,- €.

Abzüglich anteiliges Kindergeld (BGH 26.10.2005, XII ZR 34/03)
ergeben sich folgende Endwerte.
Vater = 1500 x 154€ : 2000 = 115 €
Mutter = 500 x 154€ : 2000 = 39 €

Endwerte:
Vater zahlt: 478-115 = 363,- €.
Mutter zahlt: 159-39 = 120,- €.

Unterhalt des Sohnes:
Vom Nettoeinkommen der Eltern ist der Selbstbehalt (890€) abziehen.
Vater 2600 € - 890 € = 1710 €
Mutter 1600 € - 890 € = 710 €
zusammengerechnet ergibt sich 2420 €.

Die Eltern haften also für den Unterhalt i.H.v. 637,- €
im Verhältnis Vater 1710,-€ zur Mutter 710,- €.
Anteilig Vater: 1710 : 2420 x 637,- € = 450,- €,
Anteilig Mutter: 710 : 2420 x 637,- € = 187,- €.

Abzüglich anteilmäßiges Kindergeld anteiliges Kindergeld (BGH 26.10.2005, XII ZR 34/03)
ergeben sich folgende Endwerte.
Vater = 1710 x 154€ : 2420 = 109 €
Mutter = 710 x 154€ : 2420 = 45 €

Endwerte:
Vater zahlt: 450-109 = 341,- €.
Mutter zahlt: 187-45 = 142,- €.

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Sehr geehrter Rechtssuchender,
auf der Grundlage des von IHnen mitgeteilten Sachverhalts beantworte ich IHre Frage wie folgt:

Nach der von IHnen ziteriten Entscheidung des BGH wird vor der Untrhaltsberechnung zunächst das Kindergeld bedarfbeckend angerechnet, d.h. der von Ihnen korrekt angegebene Unterhaltsbedarf beider KInder von jeweils EURO 637 ist zunächst um 154 zu kürzen.
Es sind also 483 nach den Haftungsanteilen von beiden Eltern zu verteilen.

Bei dem 21jährigen Kind wird Ihr Haftungsanteil wie folgt errechnet:
(2.600 -1.100)* 483 / (4.200 -2.200)
in Worten:
bereinigtes Nettoeinkommen eines Elternteils abzüglich 1.100 mal Restbedarf des Kindes geteilt durch die Summe der bereinigten Nettoeinkommen beider Eltern abzüglch 2.200

Bei volljährigen Schülern, die unter 21sind und sich noch in allgemeiner Schulausbildung befinden, wird der Sockelbetrag bis zum notwendigen Selbstbehalt von 890 herabgesetzt, wenn der Bedarf der Kinder andernfalls nicht gedeckt werden kann.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 07.04.2006 | 20:21

Sehr geehrte Frau Hülsemann,
Danke für Ihre Antwort.
Ich habe noch einigen Unklarheiten zum 18Jähr. Schüler:
-Bitte geben Sie auch hier eine genaue Formel zur Berechnung an.
Und setzen Sie bitte die notwendigen Daten in die Formel ein.
-Welchen Sockelbetrag sprechen Sie an ?
-Kann der Bedarf des Kindes bei den genannten Eckdaten gedeckt
werden ? Wann wird ein Bedarf des Kindes nicht gedeckt ?
-Bitte beziehen Sie Ihre Aussagen so genau wie möglich auf den
genannten Fall.

Vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.04.2006 | 20:54

Sehr geehrter Rechtssuchender,

In Ihrem Fall haben beide Elternteile ein ausreichendes Einkommen über dem angemessenen Selbstbehalt von 1.100, so dass auch beim 18jährigen Schüler die genannte Formel mit den bereits eingesetzten Beträgen gilt.
Der Bedarf des 18jährigen in Höhe von 483 ist voll gedeckt, nur wenn dies nicht der Fall ist, dann kann der Selbstbehalt bis auf 890 herabgesetzt werden.
Ich hoffe, Ihre Nachfrage damit geklärt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Martina Hülsemann
Fachanwältin für Familienrecht

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