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Unterhaltsberechnung für Studentin

05.08.2008 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit Oktober 2006 geschieden. Unsere gemeinsame Tochter (20 Jahe alt) beginnt im Oktober 2008 ihr Studium und wird während dieser Zeit weiterhin im Haus ihrer Mutter wohnen.
Das Kindergeld wird an meine geschiedene Frau gezahlt.

Nun meine Fragen:

1. Wie stellt sich die Unterhaltsberechnung für unsere Tochter bei folgenden Einkommensverhältnissen dar:

Vater: 2.710 € (netto / Monat)
Mutter: 2.420 € (netto / Monat)

Bei den Einkommensbeträgen wurden noch keine Minderungen vorgenommen, Sonderzahlungen wurden anteilig berücksichtigt.

2. Wie sind die für NRW zu zahlenden Studiengebühren von ca. 500 € / Semester zu berücksichtigen.

Danke im Voraus

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

1.) Mangels weiterführender Angaben, kann die Unterhaltsberechnung nur sehr grob und unvollständig vorgenommen werden.

Kindergeld zählt nicht zum Einkommen.

Vom Einkommen der Eltern sind u.a. weiterhin abzuziehen:

- angemessene Vorsorgeaufwendungen
- berufsbedingte Aufwendungen und Fahrtkosten
- Ausbildungsaufwand
- Schulden und
- Unterhaltsleistungen

Nachfolgende Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung des angegebenen Einkommens und unter Annahme der Erwerbslosigkeit des Kindes.

Da Ihre Tochter auch während des Studiums noch im Haushalt der Mutter wohnt, besteht ein Bedarf von 653,- € pro Monat. Das Kindergeld wird hier in voller Höhe angerechnet, so dass sich ein Zahlbetrag von 499,- € ergibt.


Für diese Barunterhaltspflicht haften Sie und der andere Elternteil im Verhältnis Ihrer Einkommensverhältnisse. Dies ergibt einen Betrag für die Mutter von 224,81 € und für den Vater von 274,19 €.

2.) In dem Bedarf des Kindes sind die Studiengebühren nicht enthalten. Da Sie aber zu den Ausbildungskosten des Kindes gehören, sind Sie bedarfserhöhend auf die Monate der Unterhaltsleistung anzurechnen.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 05.08.2008 | 15:22

In der Liste der abzugsfähigen Posten ist auch der Begriff "Schulden" aufgeführt. Falls hierunter auch Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum (ca. 190.000 €)fallen, wie und in welcher Form sind diese zu berücksichtigen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.08.2008 | 23:17

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage, wenn auch etwas verspätet, wie folgt:

Schulden mindern das Einkommen nur, wenn sie berücksichtigungswürdig sind.

Hinsichtlich des Kindesunterhalts ist eine Einzelfallprüfung vorzunehmen.

Ob eine Schuld berücksichtigungswürdig ist, beurteilt sich nach dem Zweck der Verbindlichkeit, Zeitpunkt und Art der Entstehung der Schuld sowie Grund, Höhe und Kenntnis der Unterhaltsschuld.

Auf Grund der Unkenntnis dieser Umstände des Einzelfalls kann eine abschließende Beurteilung hier nicht vorgenommen werden.

Bei volljährigen Kindern bleibt jedoch zu beachten, dass die Eltern zur Finanzierung einer angemessenen Ausbildung verpflichtet sind, so dass sie sich im Zweifel einschränken müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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