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Unterhaltsberechnung: drei Kinder, eine Ehefrau

14.10.2010 12:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Folgende Situation:

Ehemann (geb. 01.03.1963) verstirbt im September 2006. Er hatte zuvor 17 Jahre für dieselbe Firma gearbeitet und war zuletzt zu einem Nettolohn von EUR 2.915 beschäftigt.

Er hinterlässt Ehefrau (arbeitslos) und drei Kinder (geb.: 22.05.1984, 16.06.1994 und 15.05.2001).

Frage:

Wie hoch ist der voraussichtliche Unterhalt, den die Ehefrau und die Kinder vom Ehemann erhalten hätten, wenn dieser nicht im September 2006 gestorben wäre, sondern im Rahmen der üblichen Lebenserwartung weitergelebt hätte ?

Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Fragen ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Unterhaltsansprüche bestehen grundsätzlich nur bei Trennung/Scheidung. Wenn Ihr Mann durch Fremdverschulden gestorben ist, muss mindestens ein Nettogehalt abzüglich ersparter Afwendungen bezahlt werden.

Ich verstehe Ihre Frage aber in Richtung familienrechtlicher Unterhalt, dort haben Sie die Frage ja auch eingestellt.

Der älteste Sohn hat keinen Unterhaltsanspruch mit 26 Jahren sofern er nicht noch in Ausbildung wäre. Beim zweiten Kind wird ein Einkommen (z.B. als Azubi) angerechnet Ein Anspruch hängt davon ab, wo er wohnt und wie viel er verdient. Nur das dritte Kind hätte ebenso wie Sie Ansprüche. Für dieses müssten gem. Düsseldorfer Tabelle 437 Euro abzüglich hälftiges Kindergeld von 77 Euro, also 360 Euro bezahlt werden. Abzüglich pauschaler berufsbedingter Aufwendungen von 145 Euro (5% aus 2.919) verbliebe ein Rest von 2.410 Euro, von dem Sie 3/7, also 1.032 Euro beanspruchen könnten.


Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden. Dazu müssten Sie Ihre Angaben sinnvollerweise ergänzen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.10.2010 | 12:40

Vielen Dank für Ihren Hinweis, gerne möchte ich meine Frage präzisieren:

Der Ehemann starb durch Fremdverschulden. Im Rahmen eines Haftungsprozesses gegen den Schädiger muss nun geklärt werden, wie hoch der Schadensersatzanspruch der Erbengemeinschaft ist.

Die einzelnen Erben können hier einen Schaden geltend machen, der sich aus § 844 Abs. 2 BGB ergibt. Diese Vorschrift stellt darauf ab, dass der Ersatzpflichtige dem Dritten durch Entrichtung einer Geldrente insoweit Schadensersatz zu leisten verpflichtet ist, als der Getötete während der mutmaßlichen Dauer seines Lebens zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet gewesen sein würde.

Die Frage ist daher vor dem Hintergrund des § 844 Abs. 2 BGB zu betrachten, weshalb wir Sie höflichst darum bitten würden, die einzelnen Personen getrennt mit ihren Ansprüchen aufzuführen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.10.2010 | 13:06


Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Maßgeblich ist hier die gesetzliche Unterhaltsverpflichtung des Verstorbenen.

Meine Angaben stellen nur das Prinzip dar, für eine genaue Berechnung bedürfte es weiterer Angaben. Maßgeblich könnten z.B. Schuldentilgung sein, aber auch die Bedürftigkeit der Kinder.

Ist das älteste z.B. Kind im Studium (ansonsten kein Anspruch mangels Ausbildung), hätte es Ansprüche von 640 Euro abzüglich hälftiges Kindergeld von 77 Euro. Das mittlere Kind hätte Anspruch auf 512 Euro abzüglich hälftiges Kindergeld und das jüngste von 437 Euro abzüglich hälftiges Kindergeld.

somit wären das 2.915 – 145 – 563 – 440 – 360 = 1.407 Euro. Daraus bekämen Sie 3/7= 603 Euro.

Da hier mehr als 2 Unterhaltsgläubiger vorhanden sind ( 4 nach Ihren Angaben) würde Gericht wohl eine Herabstufung durchführen: wie folgt:

2.915 – 145 – 503(= 580 – 77) – 392 (= 401-77) - 334 (= 401-77) = 1.541 x 3/7 = 660 Euro.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können, andernfalls müssten Sie nochmals melden.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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