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Unterhaltsberechnung bei Arbeit im Ausland


29.12.2006 16:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Hallo,

ich möchte in kürze nach Neuseeland auswandern. Da ich dann meinen Wohnsitz in DE aufgebe und dann ja nur noch in NZ steuerpflichtig bin, habe ich eine Frage zur Unterhaltsberechnung.

Info:
geschieden, 1 Tochter (9 Jahre) leben beide in Deutschland

Da es in NZ nur eine Steuer gibt, die abgezogen wird (20%-38%), die Krankenversicherung nur rudimentär existiert (es wird dringend empfohlen sich privat zu versichern!) und vor allem die Rentenversicherung auf privaten Säulen basiert, muss man privat vorsorgen. Zudem ist keine annehmbare Wohnmöglichkeit unter 1000,00 EUR in den Randgebieten der grossen Städten zu haben.

Wie wird also das anrechenbare Nettoeinkommen für den Unterhalt berechnet? Werden die privaten Ausgaben für KV und RV und die hohe Miete berücksichtigt? Wenn ja, in welcher Höhe?

Vielen dank im voraus.

Viele Grüsse,

J
29.12.2006 | 20:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Nachdem die Unterhaltsberechtigten auch weiterhin in Deutschland leben werden, sind die Unterhalstansprüche gem. 18 EGBGB auch dann nach Deutschem Recht zu berechnen, wenn Sie auswandern.

Danach sind Steuerbelastungen in voller Höhe vom Einkommen abzugsfähig, ebenso Beiträge für die soziale Absicherung wie Krankenversicherung und Rentenversicherung im in Neuseeland normal üblichen Maß (also auch Privatversicherungen, aber keine außergewöhnlich hohen und teuren Absicherungen).

Die Miete als solche ist üblicherweise nicht abzugsfähig, sie wird lediglich im Mangelfall relevant, wenn also Ihr Einkommen nicht ausreichen sollte, um alle Belastungen zu tragen, ohne dass Ihr Selbstbehalt gefährdet wird. Diesr liegt bei Erwerbstätigen bei 890 €, darin sind bereits Mietkosten i.H.v. 360 € berücksichtigt. Liegt die Mietbelastung erheblich höher und kann nachgewiesen werden, dass keine kostengünstigere Wohnung zu bekommen ist, kann ggf. beantragt werden, dass der Selbstbehalt entsprechend erhöht wird.

Ein Problem könnte evtl. dann auftreten, wenn sich Ihr Einkommen nach Abzug der Belastungen durch den Umzug nach Neuseeland erheblich reduziert, so dass sich auch die Unterhaltsansprüche reduzieren. Dann wäre möglicherweise an den Ansatz eines fiktiven Einkommens zur Unterhaltsberechnung zu denken, jedenfalls dann, wenn es für den Umzug keine triftig nachvollziehbaren und beweisbaren Grund geben sollte.

Ich hoffe, Ihnen damit einen ersten Überblick gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch


ANTWORT VON

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