Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltsberechnung, Jugendamt will Vermögensverhältnisse wissen

| 05.02.2009 16:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann ist seinem Kind im Alter von 12 Jahren aus erster Ehe Unterhaltspflichtig und hat bisher 247,- Euro monatlich geleistet.

Ich bin nicht berufstätig, habe also kein Einkommen, und habe aus erster Ehe 3 Kinder, wobei mein Mann bereits für zwei meiner Söhne im Alter von 9 und 7 Jahren einen Adoptionantrag gestellt hat, da der leibliche Vater nie gezahlt hat.Das heißt also das mein Mann für zwei der Kinder die in unserem Haushalt leben voll Unterhaltspflichtig ist.Für den dritten Sohn bekomme ich monatlich 200.-Euro Unterhalt vom Kindesvater, und bekomme natürlich ein Kindergeld für alle drei Kinder in Höhe von 492,- Euro .Mein Mann hat ein Nettoeinkommen von 2700,- Euro, wobei er bis zu seiner Arbeitstelle täglich hin und zurück insgesamt 162 km (also 2 mal 81 km) zurücklegt.Unsere Miete beträgt 610,- Euro Warmmiete plus 180.- Euro Strom, sowie Grundkosten fürs Telefon, da mein Mann schließlich auch beruflich erreichbar sein muß.
Jetzt wurden wir erneut vom Jugendamt angeschrieben unsere Verhältnisse offenzulegen.
Meine Frage wäre nun wieviel steht uns als Familie zu ? Wenn es möglich wäre bitte ich Sie dies einzeln aufzulisten, damit wir die Beträge dort eintragen können.

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne möchte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtung der von Ihnen mitgeteilten Angaben sowie des ausgelobten Einsatzes in Höhe von 25 € nachfolgend beantworten:

Ihr Mann ist grundsätzlich verpflichtet, seinem Kind Unterhalt gemäß der Düsseldorfer Tabelle zu zahlen.
Die Höhe des Unterhaltes bestimmt sich nach dem Alter des Kindes und dem bereinigten Nettoeinkommen Ihres Mannes.

Zunächst steht Ihrem Mann ein Selbstbehalt in Höhe von 900 € zu. Die Kosten für Miete/Strom u.ä. ist in dem Ihrem Mann zustehenden Selbstbehalt enthalten.

Ihr Mann kann jedoch von seinem Nettoeinkommen die sogenannten berufsbedingten Aufwendungen abziehen, d.h. in Ihrem Fall die Fahrtkosten zur Arbeit.
Für eine notwendig berufsbedingten Nutzung eines Kraftfahrzeugs kann von ihm derzeit 0,30 € pro gefahrenem Kilometer angesetzt werden. Da Ihr Mann jedoch eine langen Fahrtstrecke zur Arbeit hat (als lange Fahrstrecken gelten einfache Strecken ab 30 km) kann das Jugendamt bei der Berechnung der Fahrtkostennach unten abweichen.
Hier wird in der Regel ab dem 30 km eine pauschale von 0,20 € in Ansatz gebracht.

Wenn nach Abzug der berufsbedingten Aufwendungen jedoch nicht die Zahlung des Mindestunterhaltes gewährt ist, kann unter Umständen vom Jugendamt nachgeprüft werden, inwieweit Ihrem Mann die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zumutbar ist.

Sollten die Fahrtkosten anerkannt werden, würde Ihr Mann aller Voraussicht nach in die zweite Stufe der Tabelle Einkommen in Höhe von 1501 € bis 1900 € eingestuft werden.

Von dem Ihrem Mann verbleibenden Nettoeinkommen sind sämtliche Unterhaltsberechtigte (d.h. alle leiblichen bzw. adoptierten Kinder sowie Sie) zu versorgen.
Nach dem seit 1. Januar 2008 gelten neue Regelungen zum Unterhaltsrecht und zum Betreuungsrech haben Kinder immer Vorrang vor anderen Unterhaltsberechtigten, d.h. dass Ihr Mann zunächst immer den vollen Unterhalt für seine Kinder bezahlen muss.

Da das Kind aus erster Ehe Ihres Mannes im Alter von 12 Jahren in die Dritte Stufe der Düsseldorfer Tabelle fällt, wäre von Ihrem Mann ein Zahlbetrag (nach hälftigem Abzug des Kindergeldes) in Höhe von 295 € zu leisten.


Bitte haben Sie Verständnis, dass dies nur eine überschlägige Unterhaltsberechnung darstellen kann und dass eine konkretere Unterhaltsberechnung im Rahmen dieser ersten rechtlichen Einschätzung nicht vorgenommen werden kann.
Ich hoffe jedoch, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte und rate Ihnen an, sich zur genauen Unterhaltsberechnung an einen Anwalt vor Ort zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen

Sandra Rakovic
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 07.02.2009 | 18:20

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank.Die Antwort war sehr ausführlich und sehr genau."